Thin Lizzy - At Rockpalast

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2004

Besetzung
Gesang/Bass: Phil Lynott
Gitarre: Scott Gorham
Gitarre: Snovy White
Keyboard: Darren Wharton
Schlagzeug: Brian Downey

Tracklist
01 Are You Ready
02 Genocide
03 Waiting For An Alibi
04 Jailbreak
05 Trouble Boys
06 Don't Believe A Word
07 Memory Pain
08 Got To Give It Up
09 Chinatown
10 Hollywood
11 Cowboy Song
12 The Boys Are Back In Town
13 Suicide
14 Black Rose
15 Sugar Blues
16 Baby Drives Me Crazy 17 Rosalie
18 Desaster
19 Emerald


Datum: 02.11.2006 - Autor Jörg
Preiset den Herrn, würd ich sagen. Diese DVD tut aber auch so was von Not. Klar ist die 2004 oder 2005 erschienene DVD jetzt nicht mehr ganz taufrisch, doch ich komme erst jetzt dazu meine Begeisterung in Worte zu fassen. 1981 auf der Loreley aufgezeichnet und vom WDR-Rockpalast nun über 20 Jahre später als DVD veröffentlicht. Thin Lizzy sicher nicht mehr 100% auf dem Höhepunkt, aber immer noch grandios und unvergesslich. Das Konzert muss einfach magisch gewesen sein. Obwohl man am Anfang eine gewisse Reserviertheit des Publikums spürt, steigert sich das fast 2 Stunden lange Konzert zu einem Highlight. Sage und Schreibe 19 Songs geben Phil Lynott den rockhungrigen Fans im Amphitheater auf der Loreley. Der Einstieg kommt mit „Are your Ready“ und „Genocide“ langsam aber gewaltig. Es sind sicher nicht die besten Stücke um ein Konzert zu eröffnen, doch es passt. Die Band stand damals mit ihrer „Renegade“-Scheibe ein wenig im Regen, doch auf der Bühne waren Thin Lizzy immer noch eine Macht. Die Ansagen von Phil Lynott sind mit seinem unvergleichlichen Humor unterlegt und es macht einfach Spaß sich diese DVD anzusehen. Wie oft ich mit „At Rockpalast“ in den letzten Monaten angesehen habe, mag ich kaum noch zählen. Immer wieder überkommt mich eine Gänsehaut wenn unsterbliche Riffs und vor allem die Melodien in die Dämmerung des Rheinlandes hinausgepustet werden. Untermalt mit einer bombastischen Lightshow, wird der Rahmen für unsterbliche Göttergaben wie „Jailbreak“ (ja), „Cowboy Song“ (Gier), „Suicide“ (YEAHHH), „Got to give it up“ (Hmmm, lecker) oder „Black Rose (Ohhh gibt’s mir, baby) geschaffen. Allein vom Konzert und der Songauswahl würde ich „At Rockpalast“ 10 dicke Punkte geben. Zudem man noch auf einen Random-Modus zugreifen kann, der es ermöglicht eine eigene Set-List zusammen zustellen.

Doch leider sind die Aufnahmen ein wenig Altersbedingt uselig geraten. Es wird sogar auf der Rückseite der DVD drauf hingewiesen, dass aufgrund der damaligen Kameratechnik bei einigen Bildeinstellungen zu unschönen Bildstreifen/Schlieren kommen. Die man möglicherweise aus von alten Aufnahmen aus den 70gern gut kennt. Diese Störungen wurden von den Mikrofonen hervorgerufen und sind leider Gottes ein klein wenig nervig. Es handelt sich zum Glück um keinen Fehler auf der DVD, es geht halt nicht anders.

Doch Thin Lizzy-Verrückte wie ich einer bin, lassen sich davon nicht vom Genuss der DVD abhalten und huldigen dieser einmaligen Band auf Knie. Auch dem WDR Rockpalast sei gedankt, das er dieses geile Konzert endlich aus seinen staubigen Archiven entlassen hat.

Sieht man über den erwähnten technischen Mangel hinweg, kann man sich 2 wunderbare Stunden mit der Musik von Thin Lizzy machen. Ich bin jedes Mal ein wenig traurig, wenn die mächtigen Doppel-Leads des gigantischen „Emerald“ sich dem Ende nähern und man weiß bald ist das Konzert zu Ende.



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