Y&T - Bochum, Matrix

9.0 von 10 Punken


Datum
21.05.2007

Konzertort
Bochum, Matrix, Germany

Datum: 22.05.2007 - Autor Jörg


Lange habe ich darauf warten müssen Y&T endlich mal Live zu sehen, die Band gehört schon seit ewigen Zeiten zu meinen Faves und hat sich ja in Europa und Deutschland recht rar gemacht. Ich war im letzten Jahr schon einmal drauf und dran nach Holland zu fahren um die Band zu sehen. Doch nun kamen Y&T in meinen Einzugsbereich, die Meldung bereite mir schon seit Wochen extrem gute Laune. Der etwas happige Eintrittspreis von fast 26 Euro (Vorverkauf) war mir dann auch egal.

Als wir zur Matrix kamen war aber erst Mal eine arge Geduldsprobe dran.Hier wurde eine Änderung vergenommen, einfach weils besser is.

Dann aber sollte es einfach magisch werden. Zwar ließen sich Y&T etwas Zeit bevor sie auf die Bühne kamen, doch sobald die bekannten Introklänge ertönten und die Band mit „Open Fire“ einstieg, war mir alles egal. Ich kann mir kaum einen besseren Opener für ein Y&T-Konzert wie „Open Fire“ vorstellen, wie Geil! Die Band zeigte sich in fantastischer Spiellaune und poste was das Zeug hält. Allen voran Bass-Mann Phil Kennemore der mit offenen Hemd und seinem Instrument einfach nur lässig und nicht aufgesetzt war. Es war wie als wenn man von den Amateuren zu den Profis wechselt. Mit „Hard Times“ vom „Ten“-Album war dann auch endgültig die nervige Vorband vergessen und ein Reigen an Highlights und Perlen der Rockgeschichte folgten. Ich glaub kaum eine andere Band wie Y&T hat so viele griffige wie auch ohrwurmstichige Songs im Programm. Schon mal vorweg genommen, mit den Zugaben spielten Dave Meniketti und Band fast 2 Stunden lang. Es folgte Hit auf Hit und von „Earthshaker“ bis hin zu „Ten“ wurde wirklich jedes wichtige Y&T-Album bedacht. Klar der Schwerpunkt lag auf den 3 besten Scheiben, doch auch „Contagious“ wurde mit „Eyes of a Stranger“ bedacht. Von „In rock we Trust“ folgte als dritten Song „Don´t stop runnin“, später gab es dann noch „Masters&Slaves“.

Das erste Mal ganz mächtige Gänsehaut bekam ich als Y&T „Don´t be affraid of the Dark“ anstimmten, das einfach großartig ankam. Die Fans, viele kamen sogar aus Holland rüber in den Pott, feierten die Band vom ersten Akkord und sangen, klatschen und rockten was das Zeug hielt. Die Stimmung flaute nicht einmal in irgendeiner Form ab. Die Matrix war übrigens rappelvoll und ich wunderte mich echt das Y&T noch so viele Fans anziehen.

Was mir gut gefallen hatte, war das jeder einen kurzen Spot bekam wo er im Rampenlicht stand, aber meist in irgendeinen Song eingeflochten. So gab es keine langwierigen Dudeleien.

Bassist Phil gab dann bei dem „Earthshaker“-Song „Squeeze Me“ sein Gesangstalent zum Besten und rockte wie der Teufel. Der 2te Gitarrist, Name habe ich leider nicht mitbekommen, war eine prima Ergänzung zu Dave Meniketti und schraubte sich zusammen mit dem Chef die geilen Riffs und Melodien wie am Fliesband aus dem Ärmel.

Selten ein so geilen Gig erlebt und ich bin auch jetzt noch hin und weg. Die Kommunikation mit dem Publikum klappte auch hervorragend und die Band scherzte mit den Fans und auch untereinander. Die Songreihenfolge habe ich nicht mehr ganz im Kopf, aber es kam mir vor als wenn die Band Gedanken lesen könne, denn kaum hatte ich an „Baroom Boogie“ gedacht wurde der geile Song auch schon angesagt. Weiter gab es noch Highlights wie „Rescue Me“, Meanstreak“, „Midnight in Tokio“ (Yeahhh), I belive in you“. Und ich möchte extra für den Sleaze-Metal Kollegen Gordon erwähnen, das „Summertime Girls“ gespielt wurde, Junge du hast es leider verpasst. Wer hier noch was zu mosern hatte was Songauswahl angeht, dem kann man wohl eh nichts recht machen. Als Zugaben drehten Y&T nach gut 100 Minuten noch mal mächtig auf und gaben mit „Forever“ Gas, um danach die Krallen des „Black Tigers“ zu wetzen. Wie schnell so 2 Stunden vergehen können zeigte dieser Abend. Ich hoffe die Band kommt bald wieder zurück in den Pott oder seine Nähe. Y&T haben eines der geilsten Konzerte aus meiner Sicht in diesem Jahr hingelegt.



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