Jeff Scott Soto - w/Tempestt
10.0 von 10 Punken
08.03.08 Wuppertal, Mad Dog
Zum Glück bin ich Anfang der Woche noch mal auf die Tourdates der Soto/Tempestt-Tour gestoßen, denn sonst wäre mir der Gig am Samstag in Wuppertal durch die Lappen gegangen.
Mit meiner Frau Melanie und Sleaze-Metal.com-Kollege Claudio bin ich dann, nach einer höllische stressigen Woche, gestern Abend ins Bergische gefahren um mir endlich mal wieder Jeff Scott Soto und die brasilianischen Newcomer Tempestt anzusehen. Ich bin ehrlich, als ich hörte dass Soto wieder bei Journey raus war, hab ich mich gefreut. Als ich Journey letztes Jahr für 40 Teuro in Kölle gesehen habe, fand ich es okay, aber mehr auch nicht.
Jetzt waren die Türen wieder für geniale Konzerte von Entertainer/Hammer-Sänger in einer Person offen. Das Mad Dog in Wuppertal ist eine kleine Rockerkneipe mit einem kleinen Konzertraum im Keller, der sehr eng ist und ein wenig seltsam aufgeteilt. Aber was soll’s, rein in die Bude. Aber vorher nicht von den Wuppertaler-Helldrivern platt fahren lassen, meine Güte hier fahren se wie die Affen! 12 Euro an der Kasse gelatzt und rein in die Stube.
Showtime war allerdings erst um 21:00 Uhr, also lies man die furchtbare Bauern-Dorf-Disko-Mucke über sich ergehen, grauslichstes aus Rock/Pop der Spät-80ger bis Frühe-Neunziger, es hätte nur noch Wolle Petry gefehlt.
Als erstes stieg dann noch Mike Stone (schon aus früheren Soto-Gastspielen bekannt) mit seiner 70ties-Alice Cooper-Coverband auf die Bühne. Ich fand die Sachen, welche Mike früher gemacht hat ehrlich besser und wir verzogen uns schnell um zu futtern.
Auf die Jungs von Tempestt war ich sehr gespannt, ist CD „Bring èm on“ (VÖ am 28.03 via Metal Heaven) doch ein kleines Schmuckstück geworden und ich zähle die Vier Youngsters zu den richtigen Überraschungen des jungen Jahres. Bei Instrumenten-Check wirkten die Vier noch sehr schüchtern und zurückhaltend, Sänger BJ fragte sogar brav ob er mal auf die kleine Bühne dürfte. Doch kaum steigen die Vier Burschen in ihrem Set ein, kriegte man vor Stauen den Mund nicht mehr zu. Diese Jungs sind absolute Weltklasse an ihren Instrumenten und haben ein Know-How auf dem Kasten das man ihnen nur Respekt zollen muss. Da ist es auch völlig Wurst, das die Keyboards vom Band oder aus der Hardisk kamen. Sänger BJ ist der Hammer, der blonde Bursche mit dem „Don`t Stopp believin’“-Tattoo am Unterarm steckt fast alle Sänger der heutigen Zeit in die Tasche. Zu hoch gegriffen meint ihr? Der kann singen und fragt nicht nach Sonnenschein. Bassist Paulo entwickelt sich nach einigen Minuten zum bangenden Metal-Tier und rockt und post als gäbe es kein morgen mehr. Dabei sorgt er mit seinen Läufen seinem Instrument immer wieder für Stauen. Da kommen einen Erinnerungen an Größen wie Billy Sheehan (Ex-Mr Big) oder Marcel Jacobs (Talisman) in den Sinn. Schon nach kurzer Zeit haben mich Tempestt voll im Griff und eine Gänsehaut jagt die nächste. Mit meinen beiden Begleitern tausche ich immer wieder staunende Blicke und Kommentare. Tempestt brillieren mit hammerharten Versionen und Highlights aus ihrer CD u.a. „Enemy in you“, „Higher (i can land)“ oder „Bring Em on“. Ihr höllische grooviger Hardrock lässt mich das ein oder andere Mal an Talisman denken und das darf mal als dickes Kompliment zu verstehen sein. Mit dem Coversong „Burn“ (der Song scheint in Wuppertal recht unbekannt zu sein, war von Deep Purple- für die Wuppertaler, hehe), spielen sich Tempestt endgültig in die Hardrock-Oberliga, herllich wie Frontman BJ selbst die schweren Parts (ihr wisst schon das hohe ..“You know we have no time..etc.“), scheinbar spielerisch meistert. Hölle, was passierte das an diesem Samstagabend, dieser kleine Band aus Brasilien bringt endlich wieder frischen Wind in die Hardrock-Szene.
Fragte ich mich schon den ganzen Abend über welche Band Jeff Scott Soto mitbringen würde, beantwortete sich dieser Frage ganz von allein. Auf der Tempestt-CD befindet sich ein Duett von Soto mit BJ (Insanity Desire) und natürlich kam der entspannte und gut gelaunte Soto auf die Bühne und gab den Song mit Tempestt zum Besten. Geil, denn ohne Pause stieg man dann sofort in den Song „Eyes of Love“ (von Sotos-„Prism“-CD) ein. Kleine Probleme mit dem zweiten Mikrofon wurden von Mike Stone schnell behoben und so konnte Tempestt-Sänger BJ seine Rolle als Background/oder mehr noch als Duett-Partner von Jeff Scott Soto weiterhin erstklassig erfüllen. Jeff merkte noch an das er gerade im Studio stecke und seine neue CD fertig zu stellen und diese Tour nutze, seine Kumpels von Tempestt vorzustellen und ein wenig over zu bringen. Was nun folgte war einfach Party und Improvisation pur. Mit einigen Talisman-Songs wie „Color my XTC“ –Bass-Monster Paulo wieder in Hochform, jagt ein Highlight das Nächste. Hier noch einige Songs welche Jeff Scott Soto und Tempestt (die Frage nach der Band von Jeff hatte sich nun geklärt) teilweise auf Zuruf spielten waren „Crazy“, „Livin my Life“, „Stand up and Shout“, das Van Halen-Cover „Panama“ und noch etliche mehr. Den Wunsch nach einem Journey-Song kamen die Fünf mit „Seperate Ways“ auch nach und hier zeigte wieder Tempestt-Frontman BJ was in ihm steckte.
Ein Riesenlob an Jeff Scott Soto, der nun wirklich zu den Topsängern in der Szene gehört und sich und seinen Namen in den Dienst von Tempestt stellt. Das sollte man mal mit so machen jaulenden Egomanen versuchen, die immer in den siebten Himmel gelobt werden, da wäre Mord und Totschlag inklusive Poserzickenkrieg vorprogrammiert.
Schaut man auf die Uhr musste man feststellen das Tempestt am Ende 2 ½ Stunden auf der Bühne standen und eine Party (erste Ohne, später mit Soto) entfachten das einem als Musikfan das Herz aufgeht. Ein Wort noch zu Drummer Edu Cominato, der Junge ist wohl erst 16 Jahre alt und hat einen Punch das die Bude wackelt und einem die Ohren schlackern.
Mit dem Talisman-Hit „I`ll be Waiting“ und den fast schon zu erwartenden Improvisationen während des Stückes wurde das Set abgeschlossen. In „I`ll be Waiting“ wurde dann mal so eben Bon Jovi`s „You give love a bad name“ eingeflochten und locker-spritzig runtergezockt.
Mit Tempestt haben wir eine neue, hungrige Ausnahmeband am Start, welche einfach unterstützenswert sind. So wurde auch noch kurzer Hand beim rausgehen CD und Merchandise verhaftet. Claudio und ich sind oft verschiedener Meinung, aber an diesem Abend waren wir uns 100%ig sicher eines der Konzerte des, noch jungen, Jahres gesehen zu haben. Hier müssen sich dieses Jahr einige Bands noch gehörig strecken um da ranzukommen.
Zum Glück bin ich Anfang der Woche noch mal auf die Tourdates der Soto/Tempestt-Tour gestoßen, denn sonst wäre mir der Gig am Samstag in Wuppertal durch die Lappen gegangen.
Mit meiner Frau Melanie und Sleaze-Metal.com-Kollege Claudio bin ich dann, nach einer höllische stressigen Woche, gestern Abend ins Bergische gefahren um mir endlich mal wieder Jeff Scott Soto und die brasilianischen Newcomer Tempestt anzusehen. Ich bin ehrlich, als ich hörte dass Soto wieder bei Journey raus war, hab ich mich gefreut. Als ich Journey letztes Jahr für 40 Teuro in Kölle gesehen habe, fand ich es okay, aber mehr auch nicht.
Jetzt waren die Türen wieder für geniale Konzerte von Entertainer/Hammer-Sänger in einer Person offen. Das Mad Dog in Wuppertal ist eine kleine Rockerkneipe mit einem kleinen Konzertraum im Keller, der sehr eng ist und ein wenig seltsam aufgeteilt. Aber was soll’s, rein in die Bude. Aber vorher nicht von den Wuppertaler-Helldrivern platt fahren lassen, meine Güte hier fahren se wie die Affen! 12 Euro an der Kasse gelatzt und rein in die Stube.
Showtime war allerdings erst um 21:00 Uhr, also lies man die furchtbare Bauern-Dorf-Disko-Mucke über sich ergehen, grauslichstes aus Rock/Pop der Spät-80ger bis Frühe-Neunziger, es hätte nur noch Wolle Petry gefehlt.
Als erstes stieg dann noch Mike Stone (schon aus früheren Soto-Gastspielen bekannt) mit seiner 70ties-Alice Cooper-Coverband auf die Bühne. Ich fand die Sachen, welche Mike früher gemacht hat ehrlich besser und wir verzogen uns schnell um zu futtern.
Auf die Jungs von Tempestt war ich sehr gespannt, ist CD „Bring èm on“ (VÖ am 28.03 via Metal Heaven) doch ein kleines Schmuckstück geworden und ich zähle die Vier Youngsters zu den richtigen Überraschungen des jungen Jahres. Bei Instrumenten-Check wirkten die Vier noch sehr schüchtern und zurückhaltend, Sänger BJ fragte sogar brav ob er mal auf die kleine Bühne dürfte. Doch kaum steigen die Vier Burschen in ihrem Set ein, kriegte man vor Stauen den Mund nicht mehr zu. Diese Jungs sind absolute Weltklasse an ihren Instrumenten und haben ein Know-How auf dem Kasten das man ihnen nur Respekt zollen muss. Da ist es auch völlig Wurst, das die Keyboards vom Band oder aus der Hardisk kamen. Sänger BJ ist der Hammer, der blonde Bursche mit dem „Don`t Stopp believin’“-Tattoo am Unterarm steckt fast alle Sänger der heutigen Zeit in die Tasche. Zu hoch gegriffen meint ihr? Der kann singen und fragt nicht nach Sonnenschein. Bassist Paulo entwickelt sich nach einigen Minuten zum bangenden Metal-Tier und rockt und post als gäbe es kein morgen mehr. Dabei sorgt er mit seinen Läufen seinem Instrument immer wieder für Stauen. Da kommen einen Erinnerungen an Größen wie Billy Sheehan (Ex-Mr Big) oder Marcel Jacobs (Talisman) in den Sinn. Schon nach kurzer Zeit haben mich Tempestt voll im Griff und eine Gänsehaut jagt die nächste. Mit meinen beiden Begleitern tausche ich immer wieder staunende Blicke und Kommentare. Tempestt brillieren mit hammerharten Versionen und Highlights aus ihrer CD u.a. „Enemy in you“, „Higher (i can land)“ oder „Bring Em on“. Ihr höllische grooviger Hardrock lässt mich das ein oder andere Mal an Talisman denken und das darf mal als dickes Kompliment zu verstehen sein. Mit dem Coversong „Burn“ (der Song scheint in Wuppertal recht unbekannt zu sein, war von Deep Purple- für die Wuppertaler, hehe), spielen sich Tempestt endgültig in die Hardrock-Oberliga, herllich wie Frontman BJ selbst die schweren Parts (ihr wisst schon das hohe ..“You know we have no time..etc.“), scheinbar spielerisch meistert. Hölle, was passierte das an diesem Samstagabend, dieser kleine Band aus Brasilien bringt endlich wieder frischen Wind in die Hardrock-Szene.
Fragte ich mich schon den ganzen Abend über welche Band Jeff Scott Soto mitbringen würde, beantwortete sich dieser Frage ganz von allein. Auf der Tempestt-CD befindet sich ein Duett von Soto mit BJ (Insanity Desire) und natürlich kam der entspannte und gut gelaunte Soto auf die Bühne und gab den Song mit Tempestt zum Besten. Geil, denn ohne Pause stieg man dann sofort in den Song „Eyes of Love“ (von Sotos-„Prism“-CD) ein. Kleine Probleme mit dem zweiten Mikrofon wurden von Mike Stone schnell behoben und so konnte Tempestt-Sänger BJ seine Rolle als Background/oder mehr noch als Duett-Partner von Jeff Scott Soto weiterhin erstklassig erfüllen. Jeff merkte noch an das er gerade im Studio stecke und seine neue CD fertig zu stellen und diese Tour nutze, seine Kumpels von Tempestt vorzustellen und ein wenig over zu bringen. Was nun folgte war einfach Party und Improvisation pur. Mit einigen Talisman-Songs wie „Color my XTC“ –Bass-Monster Paulo wieder in Hochform, jagt ein Highlight das Nächste. Hier noch einige Songs welche Jeff Scott Soto und Tempestt (die Frage nach der Band von Jeff hatte sich nun geklärt) teilweise auf Zuruf spielten waren „Crazy“, „Livin my Life“, „Stand up and Shout“, das Van Halen-Cover „Panama“ und noch etliche mehr. Den Wunsch nach einem Journey-Song kamen die Fünf mit „Seperate Ways“ auch nach und hier zeigte wieder Tempestt-Frontman BJ was in ihm steckte.
Ein Riesenlob an Jeff Scott Soto, der nun wirklich zu den Topsängern in der Szene gehört und sich und seinen Namen in den Dienst von Tempestt stellt. Das sollte man mal mit so machen jaulenden Egomanen versuchen, die immer in den siebten Himmel gelobt werden, da wäre Mord und Totschlag inklusive Poserzickenkrieg vorprogrammiert.
Schaut man auf die Uhr musste man feststellen das Tempestt am Ende 2 ½ Stunden auf der Bühne standen und eine Party (erste Ohne, später mit Soto) entfachten das einem als Musikfan das Herz aufgeht. Ein Wort noch zu Drummer Edu Cominato, der Junge ist wohl erst 16 Jahre alt und hat einen Punch das die Bude wackelt und einem die Ohren schlackern.
Mit dem Talisman-Hit „I`ll be Waiting“ und den fast schon zu erwartenden Improvisationen während des Stückes wurde das Set abgeschlossen. In „I`ll be Waiting“ wurde dann mal so eben Bon Jovi`s „You give love a bad name“ eingeflochten und locker-spritzig runtergezockt.
Mit Tempestt haben wir eine neue, hungrige Ausnahmeband am Start, welche einfach unterstützenswert sind. So wurde auch noch kurzer Hand beim rausgehen CD und Merchandise verhaftet. Claudio und ich sind oft verschiedener Meinung, aber an diesem Abend waren wir uns 100%ig sicher eines der Konzerte des, noch jungen, Jahres gesehen zu haben. Hier müssen sich dieses Jahr einige Bands noch gehörig strecken um da ranzukommen.





