Festival - Rocksound - Huttwil (Day 1)

8.0 von 10 Punken


Datum
22.06.2007

Datum: 24.06.2007 - Autor Vince
Freitag, 22. Juni



17.00 - 17.40 Eluveitie

18.00 - 18.40 Favez

19.00 - 19.45 Dog Eat Dog

20.15 - 21.15 Nazareth

21.45 - 23.00 In Extremo

23.30 - 00.45 Hammerfall

01.15 - 02.30 Lordi



Es ist echt immer wieder Hardcore, einen Festival Bericht zu schreiben, am Tag danach? Ich denke jeder Festival Besucher kennt die Tortur Camping/Hitze/Alkohol die nicht ungeschoren an einem vorbei geht. Vor allem der Tag danach ist der blanke Horror, aber ich mache es immer so wie ihr mich kennt, der Bericht kommt immer so schnell wie nur möglich. Dieses Jahr habe ich das erste Mal seit 5 Jahren, das „Bang your Head“ Open Air sausen lassen, die Gründe sind nicht interessant. Dennoch wollte ich mir das RockSound Festival unbedingt anschauen, denn für die Schweiz eher untypisch verspricht so einiges. Am „Gods of Metal“ in Italien genossen wir noch ein Hotel, in der Schweiz musste ein Zelt reichen. Positiv natürlich für die Fans, der Zeltplatz war kostenlos und relativ geräumig. Im letzten Jahr wurde das „Rocksound Festival“ noch Out und Indoor durchgeführt, in diesem Jahr ging der Veranstalter auf Nummer sicher und alle Bands spielten in der Halle. Natürlich fehlt einwenig die Open Air Atmosphäre aber dafür konnte man sich die Bands auf von der Tribüne anschauen, was oft sehr vorteilhaft ist, wenn die Kräfte schwinden.



DOG EAT DOG

Wir kamen gerade richtig um uns „Dog Eat Dog“ anzuschauen, die Crossover Band passte nicht wirklich ins Billing und so wunderte es nicht das Sänger „John Connor“ von ein paar Zuschauern den Mittelfinger zu sehen bekam. Finde ich persönlich daneben, wenn man das Hip Hop Gelabere nicht hören will, wird man definitiv nicht dazu gezwungen. Es kam sogar soweit das ein ganz Schlauer eine Flasche warf und damit einen Jump von der Stage mit folgenden Schlägen provozierte. Ansonsten gab es auch Leute welche die Musik von „Dog eat Dog“ zu schätzen wussten und zu ihren Hits „No Fronts“, Expect the Unexpectet“ oder „Who’s the King“ feierten. Crossover ist definitiv nicht meine Mucke, aber in meinen Augen war die Performance gelungen, auf das „Yo Yo Wassup“ Gelaber hätte der Sänger verzichten können.



NAZARETH



Auf „Nazareth“ habe ich mich riesig gefreut und Tatsache ist das die Band ihren Sound leider nicht mehr so druckvoll rüberbringt und mit einer Setliste auftauchte die nur selten zu gefallen wusste. Sänger „Dan McCafferty“ hat seinen Zenit leider überschritten und seine Stimme klingt Live zwar anständig aber die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Gitarrist „Jimmy Murrison“ war der einzige der etwas für die Show tat, ansonsten ein sehr statischer Auftritt. Schlecht war die Show nicht, aber für mich doch enttäuschend, vor allem auch weil die Setliste auf vielen laschen Blues lastigen Songs bestand. Natürlich gab es auch ein paar Hits, „Razamanaz“, This Flight Tonite“, „Dream on“, „Hair of the Dog“ und „Love Hurts“ konnten durchaus für Stimmung sorgen.





IN EXTREMO



Ob man die Mittelalter Musik von „In Extremo“ nun mag oder nicht, Fakt ist das die Band immer eine packende Live Show präsentiert die neben einer coolen Show auch meistens einen druckvollen Sound aufweist. Auch an diesem Abend zeigten sich die Deutschen in einer guten Form und die Jungs zeigten sich als sympathische Gastgeber die sogar die Fotografen auf die Bühne holten. Jap, auch ich stand auf der Bühne und bekam vom Harfen Spieler sogar noch einen Schluck aus seiner Orangensaft Flasche in dem sich ein verdammt starkes Gesöff verbarg. Die Songauswahl zog sich quer durch die „In Extremo“ History, so spielten sie unter anderem „Küss mich“, Erdbeermund“, Vollmond“, „In Extremo“ oder „Spielmanns Fluch“. Soundtechnisch für mich die beste Leistung an diesem Abend, sie konnten weder durch „Hammerfall“ noch durch „Lordi“ getoppt werden.



HAMMERFALL



Eigentlich höre ich mir „Hammerfall“ nur noch äußerst selten an, die Musik ist ok aber halt immer dasselbe. Der Sound war etwas fand und Showmässig wurde nicht viel geboten aber das ist den Hardcore Fans natürlich schnuppe. Ihr Auftritt war solide und die Songauswahl war in der Tat nicht schlecht. Es gab neuere Sachen sowie Band Klassiker ala „Heading the Call“, „Crimson Thunder“, „Renegade“, „Glory to the Brave“, „Blood Bound“ oder „Let the Hammer Fall“. Wie schon bei “In Extremo” herrschte eine super Stimmung und die Band wurde lautstark und würdig gefeiert.



LORDI



Die Eurovision Gewinner 06 haben einen riesigen Hype bekommen und das Rocksound Festival ist lange nicht das einzige Festival das die Finnen headlinen. Für „Lordi“ läuft seit einem Jahr alles wie am Schnürchen und ihre Live Show ist wirklich klasse. So gibt es ordentlich Feuer, Maskenwechsel vom Oberlordi und schönes Grusel Gepose. Der Sound selber war nicht wirklich grosses Kino, dünn und gekünstelt trifft es am besten, aber dafür klappte „Mr.Lordi“ seine Flügel aus und was ist nun wichtiger? Geile Show, tolle Pyros und gute Stimmung die allerdings meiner Meinung nach im Vergleich zu „Hammerfall“ und „In Extremo“ etwas abflachte.



Um halb 3 Uhr war dann Schluss und das war auch gut so, denn man wollte doch fit sein für den Samstag oder? Naja, eher nicht weil wir streiften um das Gelände wie Geier und wollten das Festival Feeling noch genießen und nicht auf den Zeltplatz. Auf dem Gelände das wahrlich nicht riesig war, gab es diverse Ess Stände mit Italien, Mexican und Traditional Swiss Sachen anboten. Die Auswahl war angenehm und man musste auch nicht sehr lange anstehen, dasselbe gilt auch für den Getränke Ausschank. Auch Sitzplätze gab es viele, vergleiche ich das ganze Mal mit Italien dann stellen sich bei mir die Nackenhaare. Rocksound ca 4000 Leute und super Organisation und Italien mit keinem einzigen Sitzplatz und 20 000 Leuten, das ist doch verrückt. In der Halle gab es auch einige Klos, für uns Männer kein Problem die Damen mussten dagegen schon etwas lange anstehen. Wie auch immer, ein sehr gut organisiertes Festival mit DJ und allem drum und dran.



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