Y&T - UnEarthed Vol: 2

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2005

Label
Demolition Records

Besetzung
Gesang, Gitarre: Dave Meniketti
Bass: Phil Kenemore
u.a.

Tracklist
1. Face To Face
2. Ashes To Ashes
3. Get Tough
4. Showdown
5. Love Has No Cure
6. Help Me Hear Me
7. New Kid In Town
8. Long Time Coming
9. Dance Dance Dance
10. Crazy Make Love
11. Over Under
12. Hands Of Time (acoustic)
13. Bad Bad Girls
14. Take Me
15. More
16. Lucky Night
17. Love Don't Come Easy
18. Cheap & Easy

Datum: 28.12.2007 - Autor Jörg
Zu Unrecht habe ich die „UnEarthed“-Scheiben von Y&T als unnütze Demoansammlungen abgetan, welche ich nicht bräuchte. Es lohnt sich wirklich mal in diese CD reinzuschnuppern, so fern man etwas mit der Band anfangen kann. Es gibt ja genug Leute die ihre Schwierigkeiten mit Dave Meniketti und seinen Jungs haben. Für die einen wird es sicher nicht heavy genug sein und den anderen fehlt sicher die eindeutige Einsortierbarkeit in die Poserschublade. Leider wurden Y&T ja dort in den 80ger auch zu unrecht da hineingesteckt. Was bei den schrillen, Augenkrebsfördernden Klamotten, welche die Band aus San Francisco häufig trug auch Nahe lag.

Ich kenne den ersten Teil der „UnEarthed“-Serie nicht und kann also nicht sagen ob Vol 2 stärker oder schwächer ist. Fakt ist jedoch, das Y&T fast immer in der Lage waren hammerstarke und kernige Hardrock-Songs zu schreiben. Beim Hören dieser CD verliert man schon leicht aus den Augen das „UnEarthed“ „nur“ eine Raritäten/Demo-Complication ist und nicht ein reguläres Album. Einfach gesagt, schon der „Ausschuss“ von Y&T ist um längen besser als das was so manche Dödel-Band in ihrer gesamten Karriere veröffentlichte.

18 Mal gibt es hier astreinen Hardrock-Sound und kaum ein schwaches Lied befindet sich darunter.

Egal ob Groover wie „Get Tough“ oder eher flotteres Material wie „Showdown“, das Gespür von Dave Meniketti ist immer treffsicher für tolle Melodien und griffige Hooks. Y&T leben auch von der Unkaputtbahren Reibeisenstimme ihres Frontmanes und die muss man doch einfach ins Herz geschlossen haben. Y&T haben das Talent nie zu seicht (außer auf den beiden Alben „Down for the Count“ & „Contagious“-Soll nicht bedeuten, das die Scheiben Brunz wären) zu spielen und stets das gewisse Etwas in ihren Liedern zu haben

Der ein oder andere wird sicher sagen, das hier wieder nur bekannte Stücke unter anderem Titel unter die Leute gebracht werden. Dem ist jetzt nicht so, bis auf „Dance, Dance, Dance“ –welches später als „LA Rocks“ auf „Contagious“ landete, konnte ich keine solcher Mogelpackungen ausmachen.

Der Sound ist durchaus gut, hier und da klingt es ein bisschen dumpf doch das tut dem Spaß an den Songs keinen Abbruch.

Fans von Y&T haben „UnEarhted Vol 2“ sicher schon bei VÖ vor einigen Jahren verhaftet und ich muss zu geben, das hätte ich auch tun sollen. „Vol1“ wird bei nächster Gelegenheit auch in die Sammlung aufgenommen, komme da was wolle. Natürlich wäre ein neues Studio-Album auch was Feines.



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