WWIII - Same

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1990

Label
Hollywood Records

Besetzung
Mandy Lion – Vocals
Tracy G. – Guitars
Bass – Jimmy Bain
Drums – Vinny Appice

Tracklist
1. Time For Terror
2. Love You To Death
3. Over The Rainbow
4. Call Me Devil
5. Children Of The Revolution
6. Go Down
7. Love At First Bite
8. The Harder They Come
9. Atomic Sex Appeal
10. Drive You Crazy
11. The Cage

Datum: 12.05.2007 - Autor Psychobimbo
In gewissen Kreisen gilt die Scheibe mit dem Unheilsverkündenden Bandnamen als Klassiker des amerikanischen Heavy Metals. Nach fast 20 Jahren bin ich nun auch endlich in den Genuss gekommen nachhören zu dürfen was es mit diesem Silberling auf sich hat.

Die Herren Jimmy Bain und Vinny Appice muss man wohl kaum jemanden mehr vorstellen und Tracy G. ist ja durch sein Engagement als Buh-Mann bei Dio auch kein unbekannter mehr. Einzig allein Sänger Mandy Lion, der wie eine Mischung aus einem entfesselten Chris Boltendahl und einem besoffenen Blaze Bailey klingt, dürfte den wenigsten bekannt sein. Was aber auch nicht verwunderlich ist, denn sein raues Gegröle verdirbt einem ein wenig die Laune an der doch recht ansprechenden Musik. Diese klingt wie der amerikanische Versuch den NWOBHM über den Teich zu ziehen. Natürlich nicht ohne diverse Hardrockklischees einzubauen. Aber die Songs an sich machen Spaß und sollten Fans von Lizzy Borden und Co. richtig gut ins Ohr gehen.

Als richtig geil zu bezeichnen ist das flotte Gitarrenspiel von Tracy, der sich hier wirklich nicht die Butter vom Brot klauen lässt. Klassische Metalgitarre, die man liebt oder hasst. Ich für meinen Teil neige hier durchaus zum Luftgitarre spielen. Wenn halt nur der schreckliche Gesang von Mandy Lion nicht wäre, der besonders furchtbar klingt wenn er versucht wie Rob Halford zu schreien. Das geht nun mal gar nicht und ätzt einem das Schmalz vom Trommelfell. In dem Fall nützt es auch gar nichts wenn er ständig nur übers ficken singt und was für ein toller Stecher er wäre.

Die Coverversion von T-Rex „Children Of The Revolution“ ist zwar gut gemeint aber geht ebenfalls in die Hose. Dafür ist der Auftakt mit „Time For Terror“ und „Love You To Death“ umso lässiger.

Letzten Endes bleibt ein nettes Metal Album amerikanischer Bauart das damals schon nicht wirklich nötig war und heute wohl etwas verklärt wahrgenommen wird, bzw. dem Status nicht gerecht wird..

Kann man haben und hören aber wirklich brauchen tut man es nicht. So gewinnt man keinen Krieg und auch keine Platinauszeichnung.





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