Votum - Metafiction
8.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Mystik Production
Besetzung
Gesang: Maciej Kosinski
Gitarre: Alek Salamonik
Gitarre: Adam Kaczmarek
Bass: Bartek Turkowski
Keyboards: Zbigniew Szatkowski
Schlagzeug: Adam Lukaszek
Gitarre: Alek Salamonik
Gitarre: Adam Kaczmarek
Bass: Bartek Turkowski
Keyboards: Zbigniew Szatkowski
Schlagzeug: Adam Lukaszek
Tracklist
1.Falling Dream
2.Glassy Essence
3.Home
4.Faces
5.Stranger than fiction
6.Indifferent
7.December 20th
2.Glassy Essence
3.Home
4.Faces
5.Stranger than fiction
6.Indifferent
7.December 20th
Datum: 09.03.2010 - Autor Claudio
Votum gehört für mich zu den Bands, zu denen ich ab der ersten Sekunde Zugang finde, sich das Gefühl aufdrängt die Band zu kennen, aber ich weiß genau, dass “Metafiction” mein erster Kontakt mit den Jungs ist. Ihre Mischung aus Progressive Rock und Metal geht sofort ins Gehör und die Melodien direkt ins Herz/Hirn. Mich erinnert die Musik von Votum sehr an Subsignal oder britische Vertreter des härteren Progressive Rocks wie Pendragon. Wie die vorher genannten Bands setzen Votum auch auf traumhafte Melodien, melancholische Gesangsspuren und gelegentliche Gitarrenausbrüche. Gerade die Atmosphäre auf “Metafication”, welche mich sehr an die Stimmung auf den späten Fates Warning Alben erinnert, hat es mir angetan. Ohne den Hörer zu zwingen entführt die Band in ihre eigene Welt und voller Freude wird man “Metafiction” immer und immer wieder in den CD Player werfen.
Es ist lange her, dass mich eine Progressive Rock Bands mit Songs wie “Stranger Than Fiction” überrascht hat, genauer gesagt seit dem Debüt von SubSignal, in diesem Song zeigt sich alles, was diese Musik ausmacht. Keine überdrehten SOngstrukturen, sondern immer erkennbare Melodien und Rhythmuswechsel, die sich dem Song anpassen und den Hörer niemals überfordern, außer man bekommt bei Bands wie den oben Genannten schon Gehörkatarrh. Ein besonderes Lob muss ich Sänger Maciej Kosinski aussprechen, denn seine Stimme, die mich an jemanden erinnert, ich weiß aber nicht an wen, ist der Träger des Geheimnisses meiner Faszination. Sein ruhiges, klares und unaufdringliches Organ ist wie ein Rattenfänger und schmeichelt sich in den Gehörgang. Dort einmal angekommen, weigert die Stimme sich beharrlich das Hirn wieder zu verlassen. Seine Art zu intonieren hat etwas, dass mich zur Ruhe kommen lässt und beinahe automatisch schließe ich bei “Metafiction” meine Augen und gebe mich ganz der Musik hin. Natürlich ist die klare, aber druckvolle und niemals zu glatte Produktion des Albums sehr hilfreich um mich in Trance zu versetzen.
Ich war schon immer ein großer Progressive Rock Fan, Bands wie Pendragon, Anathema oder Chandelier haben mir mehr als einen Tag gerettet und mit Votum ist nun eine Band da, die sich in dieses Triumvirat des Genusses einreiht. Nicht überdreht, aber anspruchsvoll. Keine musikalischen Ausbrüche, aber spannende Entspannung und unheimlich viel Gefühl. Das sind die Dinge die dieses Album auszeichnen und jeder, der die Band die im Laufe dieser Kritik nieder geschrieben wurden, kennt, der weiß was ihn bei “Metafiction” erwartet und kann entscheiden, ob er sich das Album zulegt oder nicht. Wer sich nur ein wenig für diese Art von Musik interessiert, der hat eigentlich keinerlei Wahl. Als Anspieltipps gebe ich einfach mal “Glassy Essence”, Stranger Than Fiction” und “December 20th” mit auf den Weg, denn diese Songs sind die Essenz des Schaffens der Band. Es ist das zweite Album der Polen und ich werde nun Himmel und Hölle in Bewegung setzen um auch in Besitz des Debüts zu gelangen. Für mich ist “Metafiction” die beste Prog Rock Scheibe 2010, so jung dieses Jahr auch noch ist und soweit ich mich aus dem Fenster lehne. Auf jeden Fall haben die Polen die Latte beinahe unerreichbar hoch angelegt.
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