Viper - Theatre of Faith / Soldiers of Sunrise

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1997

Label
Rising Sun

Besetzung
Gesang: Andre´Matos
Gitarre: Felipe Machado
Gitarre: Yves Passarell
Bass: Pit Passarell
Schlagzeug: Renato Graccia
Schlagzeug auf „Soldiers“: Cassio Audi

Tracklist
-Theater of Faith-
1. Illusions
2. At least a Chance
3. To live again
4. A cry from the Edge
5. Living for the Night
6. Prelude to Oblivion
7. Theatre of Faith
8. Moonlight
-Soldiers of Sunrise-
9. Knights od Destruction
10. Niightmares
11. The Whipper
12. Wings of Evil
13. H.R.
14. Soldiers of Sunrise
15. Signs of the Night
16. Killers (Princess of Hell)
17. Law of the Sword

Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
So aus Brasilien kommen allgemein hin die Klischees, Fußball, Karneval und Sepultura, aber auch noch einige andere Metal-Bands haben am Zuckerhut das Metallische Zepter geschwungen. Eine Band davon sind Angra und deren ehemaliger Sänger Andre´ Matos und einer der dort aufspielenden Gitarristen hatten mal eine Band die sich Viper nannte. Die Gruppe brachte es auf 2 gute Scheiben, „Theatre of Faith“ 1989 und „Soldiers of Sunrise“ 1987. Da beide Scheiben schnell zu Sammlerstücken wurden, ich glaube auf CD gibt es nur diese hier, veröffentlichte das Label Rising Sun ´97 diese CD um den Leuten Viper schmackhaft zu machen. Da mir beide Alben gefielen (die eine besaß ich als Platte und „Soldiers“ immerhin in guter Qualität“ auf Tape), war klar die CD musste ins Haus. Man hat die beiden Scheiben zwar nicht chronologisch angeordnet, sondern sich entschieden, das Produktions-Technisch 2te Album zuerst auf die CD zu packen. So bekommt man eine guten Eindruck davon, wie sich Angra aus Viper entwickeln konnten. Schon recht sinfonisch, aber noch nicht ganz so kitschig wie bei Angra, liefert man auf „Theatre“ stark von Helloween beeinflusste speedige Metal-Nummern ab. Höhepunkte sind hier sicher das megageile „To live again“ oder die brillante Hymne „Living for the Night“, einfach riesig wie man hier Metal mit sinfonischen Parts verbindet. Und zwar noch in dem Masse, das es einem alten Metal-Freak wie mir gefällt. Im Normalfall scheue ich die Bombast-Fraktion wie der Teufel das Weihwasser. Andre´ Matos erklimmt hier mühelos die höchsten Töne.

Kommen wir zum „Soldiers of Sunrise“-Album, welches sich doch noch etwas von seinem Nachfolger unterscheidet. Die Band ist hier höchsten 17-19 Jahre alt, sieht man sich mal die Bilder, im umfangreichen Booklet an, bestätigt dies den Eindruck. Auch hier standen wieder Helloween Parte für die Musik, doch sind es hier nicht die beiden „Keeper“-Scheiben, sondern eher die geil, rumpelige Frühphase der Hamburger Band. Also noch mit Kai Hansen am Mikrofon. Witzigerweise ähnelt auch die Produktion von „Soldiers“ der von „Wals of Jericho“ fatal. Hier ist auch wieder Sänger Andre´ das Markenzeichen von Viper, und er singt hier so was von hoch, das es einem die Sprache verschlägt. Anspieltipps kann ich hier mit dem Titelsong, „The Whipper“ oder „Kights of Destruction“ ins Feld führen. Man sieht schon an den Songnamen das man sich eher an den kultigen 80ziger Bands (waren ja auch die 80ziger) orientierte. Es sollte aber vorsichtig an die CD herangegangen werden, weil einige Bekannte von mir, die früher auf Angra standen, sind mit langen Gesichtern vor der Anlage gesichtet worden. Man konnte sich zwar mit „Theatre of Faith“ anfreunden, doch mit „Soldiers of Sunrise“ nicht wirklich Freundschaft schließen. War wohl doch zu heftig das Teil. Na ja, mit gefallen beide Scheiben gut, wo bei die „Theater“ ein wenig die Nase vorn hat.



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