Vanessa - Same

2.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1995

Label
Long Island Rec

Besetzung
Gesang/Bass: Richard Holmgren
Gitarre: Reter Ledin
Schlagzeug: Peppe Vikman

Tracklist
1.The Unholy
2.Coming Home
3.Eternal Life
4.Lady of the fallen tears
5.Dangerous
6.One must follow the sign
7.Death Row
8.Steal the Sky
9.In the Heat of the Night
10.Love at first sight
11.I´m on Fire
12.Dark Moon Rising

Datum: 02.12.2007 - Autor Jörg
Als ich mit Kollege Claudio durch dessen alte Promos wühlte fiel mir die CD von Vanessa in die Hände. Die Info das es AOR sei, machte mich neugierig. Als Claudio die CD ohne Widerstand rausrücke, hätte mich das skeptisch machen sollen.

Auch die Tatsache dass man im Internet so gut wie gar keine Info über das Schweden-Trio findet machte mich stutzig. Aber immer noch guter Dinge hörte ich mir das Album dann doch vorurteilsfrei an, was bei dem grottigen Cover und den cheesigen Bandpics nicht einfach war. Vanessa bestehen übrigens aus Peppe Vikaman (Schlagzeug), Reter Ledin –verantwortlich für die Gitarren und Bassist/Sänger Richard Holmgren. Die drei versuchen Ohrwurm-lastige Lieder zu fabrizieren und scheitern schon an der Hürde 08/15-Hooklines gescheit auf das Aufnahmeband zu bringen. Da hilft auch nichts das man ohne Hemd post und sich lasziv die Sonnebrille in die blondierte Mähne schiebt.

Sänger Richards Stimme ist ein dünnes Jammerorgan der nicht wirklich toll anzuhören ist und er sägt mit fortschreitender Spielzeit richtig an den Nerven. Kaum ein Song watetet nicht Knietief im Schmalz und Kitsch. Dünnes AOR-Gesäuel mit „OHOH“ und „AHAHA“-Chören bis der Elch reiert.

Die 90ger waren kein gutes Pflaster für AOR und Melodikrock, doch das Label Long Island übertrieb es in dem sie wirklich jede 5-Klassige Band unter Vertrag nahm, sie mit minimalen Mitteln in ein Kellerstudio steckte und murksen lies. Wahrscheinlich wurde bei Vanessa einfach nur vorhandene Demosongs mit einen 4-Farb-Cover versehen und dann auf den Markt geworfen. Dumpf produziert und ohne Saft und Kraft leiert sich das Trio durch „Highlights“ wie „Coming Home“, kitschige Perlen wie „Lady of the fallen Tears“ und furchtbares wie „One must follow the sign“. Das Casiokeyboard bei „Steal the Sky“ sorgt hier echt für Erheiterung.

Harte Worte, aber auch wahre Worte. Der Sound von Vanessa ist nur was für AOR-Alles-Haben-Müsser und Schlangenleder-Muster-Cowboystiefel-Träger die mit Manta und Frisöse Samstagabend im kleinen Dorf vorm Aldi die Kids mit den Mopeds beeindrucken. Zuhälter-Pop-Rock für arbeitslose Unterhosenmodels. Finger weg. Wer es unbedingt braucht kann noch an die Mülltonne gehen wo ich die CD rein geworfen habe. Aber Beeilung- Mittwoch kommt hier die Müllabfuhr.



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