Van Halen - For unlawful Carnal Knowledge (FUCK)

6.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1991

Label
Warner Music

Besetzung
Sammy Hagar: Vocals
Eddie Van Halen: Guitars, Keyboards and Backing Vocals
Alex Van Halen: Drums, Percussion and Backing Vocals
Michael Anthony: Bass and Backing Vocals

Tracklist
1. Poundcake
2. Judgement Day
3. Spanked
4. Runaround
5. Pleasure Dome
6. In ‚n’ Out
7. Man on a mission
8. The Dream is over
9. Right now
10. 316
11. Top of the world

Datum: 30.05.2004 - Autor Gordon
Wie so oft bei Van Halen gehen auch bei diesem Album die Meinungen stark auseinander. Die einen freuen sich, dass der Gitarrengott Eddie Van Halen hier mal wieder mehr von seinem Können zeigt, die anderen werden die ausgefeilten Melodien der letzten Alben vermissen. Und was für eine Überraschung: Beide haben Recht: Denn je öfter man sich F.U.C.K. anhört desto mehr kommt man zu dem Schluss, dass die Songs irgendwie ein Medley aus dem Keyboard lastigen Material von 5150/OU812 und den harten Gitarren von Fair Warning sind und das einzig prägnante an dem Album sein provokanter Titel ist.

Doch fangen wir mal der Reihe nach an: Die ersten beiden Stücke sind gute Rocker, und versetzen einen in eine positive Erwartungshaltung für das, was da noch kommen mag. Doch die „Ernüchterung“ setzt ziemlich schnell ein. Ab dem 5. Song gibt es bis auf „Top of the world“ eigentlich nur noch ziemliches Durchschnittsmaterial, was so klingt, als wenn es Van Halen allen recht machen wollten. Und ein paar Ecken und Kanten sollte Rockmusik eigentlich immer haben. Versteht mich jetzt nicht falsch, die meisten Songs auf dem Album sind immer noch ziemlich gut, und Songs wie „Poundcake“, „Runaround“ und eben „Top of the World“ zeigen deutlich, warum Van Halen mit ihrem oft einzigartigen Sound die kommerziell erfolgreichste Rockband der 80er waren. Doch de facto werden hier weder die Fans der David Lee Roth Ära, noch die Fans der Sammy Hagar Ära direkt angesprochen, was dann auch wohl den weiteren Verlauf der Bandkarriere zur Folge hat. Bekanntlich trudelten die Jungs um Eddie Van Halen ziemlich rasch in den freien Fall und sollen 1997 sogar als Vorgruppe von Bon Jovi aufgetreten sein. Ob man das Album mag, wird in diesem Fall wohl jeder für sich selbst entscheiden müssen; sicher ist aber, dass „For unlawful carnal knowledge“ auf keinen Fall das schlechteste und auf keinen Fall das beste Album von Van Halen ist.



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