Trouble Tribe - Something Sweet

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1990

Label
Chrysalis Records

Besetzung
Gesang: Jimmy Driscoll
Gitarre: Adam Wacht
Bass: Eric Klaastad
Schlagzeug: Steve Durell

Tracklist
1.Tattoo
2.Here comes trouble
3.Gimme something sweet
4.In the End
5.Back to the Well
6.Boys nite out
7.Tribal Beast
8.Red Light Zone
9.(Angel with a)Devils Kiss
10.Dear Prudence
11.One by One
12.Cold Heart
13.F´s Nightmare

Datum: 10.10.2004 - Autor Jörg
Der New Yorker-Vierer ist eine von den Bands welche nie eine große Aufmerksamkeit bekommen haben. Trotz 2 Videoclips (Tattoo, Here comes trouble) gelang es den Trouble Tribes nicht über den Status eines Insidertipps hinauszukommen. Schade, den diese CD ist die einzige welche die Vier Jungs je veröffentlicht haben. Knackigen Hardrock der Marke Slaughter, Hardline, Warrant oder Tyketto hört man doch sehr gerne. Wenn die Musik dann noch mit coolen Hooklines gespickt ist dann ist der Drops doch schon fast gelutscht.

Sicher ist das Cover keines von denen wo man sich am liebsten die Picture-Disc von an die Wohnzimmerwand hängen möchte, aber die Musik rockt. „Something Sweet“ ist daher mittlerweile auch ein wenig schwieriger zu beschaffen, da diese CD nie nachgepresst wurde. Bei einem Internetauktionshaus bekommt man sie noch öfter vor die Flinte, doch sind die Preise leider ein wenig übertrieben.

Mit „Dear Prudence“ findet man hier noch eine Coverversion eines Lennon/McCartney-Songs auf der Scheibe, an dem Song haben sich Saigon Kick auch schon mal versucht. Die Unterschiede der beiden Fassungen sind minimal, ich kenne das Original nicht, daher weis ich nicht wie gelungen diese Umsetzung hier ist. Da ich für die Beatles noch nie sehr viel übrig hatte.

Was zudem noch bei Trouble Tribe auffällt die CD ist recht lang geworden und hat mit 13 Liedern eine Menge Stoff für sein Geld. Große Ausfälle gibt es auf dem Album nicht, die Band hält das hohe Niveau ihrer beiden Hitsingles, welche man gleich an den Anfang gestellt hatte, das gesamte Album über. Immer wieder stechen Songs wie „Back to the Well“ heraus, welche mit einem unnachahmlichen Groove das Feuer noch kräftiger lodern lassen.

Mich würde schon mal interessieren ob einzelne Musiker von Trouble Tribe später noch mit anderen Bands aufgefallen sind, denn es ist schon fast eine Unverschämtheit das sie eine solche Perle abliefern und sich dann heimlich aus dem Staub machen. Eben wieder mal eine typische Eintagsfliege, dafür aber eine verdammt geniale. Schon allein das energiegeladene „(Angel with a)Devils Kiss“ rechtfertigt den Kauf des Albums, solche eine Hymne bekommt man nicht alle Tage zu Gehör. Eine Platte welche man ohne Frage als eines der vergessenen Highlights den Genres bezeichnen kann.

Mit „Cold Heart“ gibt es kurz vor Ende der CD noch eine gelungene Ballade, welche einem in schwachen Momenten schon dahinschmelzen lassen kann. Ein brillanter Abschluss für eine geile Scheibe.



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