Tracedawn - Same
8.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
Drakkar/Sony BMG
Besetzung
Gesang: Antti Lappalainen
Gitarre: Tuomas Yli-Jaskari
Gitarre: Jeremy Qvick
Bass: Henkka Vahtere
Keyboard: Vili Itäpelto
Schlagzeug: Pettu Kurttila
Gitarre: Tuomas Yli-Jaskari
Gitarre: Jeremy Qvick
Bass: Henkka Vahtere
Keyboard: Vili Itäpelto
Schlagzeug: Pettu Kurttila
Tracklist
1. Without Walls
2. Test of Faith
3. Art of Violence
4. Fallen Leaves
5. In Love with Insanity
6. Path of Reality
7. Widow
8. Justice for none
2. Test of Faith
3. Art of Violence
4. Fallen Leaves
5. In Love with Insanity
6. Path of Reality
7. Widow
8. Justice for none
Datum: 13.08.2008 - Autor Jörg
Passiert ja nicht mehr so oft, dass mich eine neue und recht unbekannte Band richtig überrascht und in Begeisterung versetzen kann. Doch die jungen Finnen von Tracedawn legen ein wirklich geiles Debüt-Album hin und rennen bei mir offene Türen ein. Auch wenn sich jetzt wieder die Leute aufregen, alles schon mal da gewesen und überhaupt….Mir doch egal, was Tracedawn auf ihrer ersten CD hier abfeuern ist mal echt geiler, düster angehauchter Metal. Weniger Gefiedel und Gedudel als bei den Children of Bodom und bei weitem heavier als HIM oder Nightwish, obwohl diese beiden Bands nicht wirklich als Vergleiche herhalten sollten.
Melodie wird bei dem Sextett wirklich groß geschrieben und in fast jedem Song kommen geniale Parts vor, welche richtig Laune machen. Teilweise im melodischen Death-Metal verwurzelt, dann aber wieder von klassischen Metalbands wie Iron Maiden oder Manowar beeinflusst. Hört euch den Opener „Without Walls“ an, der Song war auch schon als Video auf einer gewissen Magazine-DVD vertretten, hier decken Tracedawn ihr gesamte Spektrum ab und geben die Marschrichtung vor.
Im direkten Vergleich mit Children of Bodom sind Tracedawn möglicherweise ein wenig langsamer und drücken das Gaspedal nicht immer komplett durch, gewinnen aber dadurch in der Abwechslung ungemein dabei.
Sänger Antti Lappalainen wechselt ständig zwischen tollen cleanen Gesangsparts und aggressiven Herausgebrüllten Parts und meistert beides mit Bravour. Immer wenn man denkt, jetzt ist auch mal genug vom Gebrülle, setzt er zu einer tollen Gesangslinie an, oder man hat das Gefühl –hier dürfte Antti mal wieder etwas mehr brüllen, so gibt er seinen Stimmbändern auch gleich ordentlich Saueres.
Wer jetzt komplett nicht auf Keyboards kann, der sollte sich das Album erst mal anhören, auch wenn Tracedawn nicht so penetrant jede Soundlücke mit dem Tasteninstrument zuquäcken, gibt es bei „Art of Violence“ den ein oder anderen cheesigen Moment.
Das reißt aber ein „Fallen Leaves“ oder die grandiose Ballade „Widow“ wieder komplett heraus. Gerade das zuletzt erwähnte Stück ist mal so was von töfte geraten und wurde so in dieser Form von mir nicht auf der CD vermutet.
Lange Rede, kurzer Sinn: Tracedawn haben sich mit ihrem Debütalbum echt Mühe gemacht und das hört man der CD an. Eine der stärksten Neuerscheinungen aus dem düsteren Metalbereich in diesem Jahr, zumindest für mich. In den letzten Wochen habe ich das Tracedawn-Debüt fast 20 Mal gehört und mir ist die CD immer noch nicht langweilig geworden, das können so manche Veröffentlichungen von gestandenen Heros nicht von sich behaupten. Ich hoffe das Tracedawn einigermaßen einschlägt und die Möglichkeit hat sich zu entwickeln, um weitere große Taten folgen zu lassen.
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