Tigertailz - Bezerk 2.0

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
Demolition Records

Besetzung
Vocalz & Guitarz: Kim Hooker
Guitarz & Vocalz: Jay Pepper
Bass & Backing Vocalz: Pepsi Tate
Drumz: Matthew Blakout

Tracklist
1. Bezerk
2. Do it Up
3. One Beat of Your Heart
4. I Believe
5. TVOD
6. Falling Down
7. Make me Bleed
8. Get Real
9. Annie’z Song
10. For Hate’z Sake
11. Sugar Fever
12. Dirty Needlez

Datum: 10.09.2006 - Autor Vince
Dass es mittlerweile zwei Formationen von „Tigertailz“ gibt, wisst ihr als aufmerksame Sleaze-Metal.com Leser natürlich schon längst, schliesslich habe ich persönlich mit drei „Tailz“ Leuten Interviews geführt. Für die meisten Fans ist nicht etwa das „Young & Crazy“ Album mit „Steevi Jaimz“ der heilige Gral, sondern das 1989 erschienene „Bezerk“ Album mit „Kim Hooker“. „Bezerk“ ist ohne Zweifel ein Klassiker und eins der besten Sleaze Metal Alben aller Zeiten und daran orientieren sich nun „Kim“ und seine „Tigertailz“. Von der „Bezerk“ Formation fehlt einzig „Ace Finchum“ aber der bildet ja bekanntlich mit „Steevi“ die anderen „Tailz“. „Jaimz“ wollte sich übrigens vor Gericht, die Namensrechte am Bandnamen aneignen, dies ist ihm aber nicht gelungen, da „Pepsi Tate“ Mitgründer war und so darf es zwei Formationen geben, was halt immer einwenig kompliziert ist. Fast zwei Jahre hat es gedauert bis „Bezerk 2.0“ veröffentlicht wurde, die Scheibe war zwar schon längst abgemischt und fertig produziert, doch „Demolition Records“ hat noch auf den passenden Moment gewartet. Im Vorfeld konnte man sich auf der Offiziellen Seite der Waliser schon zwei Songs anhören, die mich ehrlich gesagt nicht aus den Socken gehauen haben, dementsprechend nervös war ich....wird „Bezerk 2.0“ ein Flop Album? Zu Beginn meiner Rezension möchte ich anfügen, dass man besser nicht mit dem Gedanken spielen sollte, dass „Bezerk 2.0“ ein Klon Album ist, wie es bei Klassikern so üblich ist, kann man solche Songs einfach nicht wiederholen, unvergessen bleiben Hits wie „Love Bomb Baby“ oder „Sick Sex“, aber man darf nicht vergessen, das war 1989 und nicht 2006!!

Der Silberling wird durch „Do it Up“ eröffnet, genau diesen Titel habe ich schon gehört und auch jetzt kann ich an diesem Lied nichts Besonderes abgewinnen, einer der ganz schwachen Momente von „Bezerk 2.0“ da der Refrain einfach zu emotionslos geworden ist. „Bezerk“ Feeling kommt dann aber glücklicherweise schon bei „One Beat of your Heart“ auf, typisches Techno Riff, coole Gitarren und ein rattenscharfer Chor, yeah genau das wollen wir hören. Mit „Heaven“ hatten „Tailz“ damals eine geniale Ballade am Start, hier gibt es für alle Liebhaber von Liebesliedern den Song „I Believe“ der wirklich unter die Haut geht. Hier gibt es einen genialen Chor, phantastisches Orchestral Ambiente und grossartige Gospel Einlagen, ehrlich gesagt gefällt mir dieser Track noch besser als „Heaven“, yes I Believe in Tigertailz!!

Catchy geht es weiter mit „TVOD“, einem Titel den ich als mittelmässig einstufen muss, der Refrain ist Live sicher nett, aber ansonsten etwas kitschig. „Falling Down“ wird von vielen Digitalen Effekten unterstützt, hier würde mich auch interessieren wie das Live rüber kommt, ansonsten, sicher nicht „Bezerk 1.0“ würdig. Neben dem genialen „I Believe“ habe ich noch einen weiteren Favoriten und zwar „Make me Bleed“ der geht richtig Heavy zur Sache und weist einen göttlichen Pre Chorus auf, „We Could be Together for the Rest of our Livez, But only you Can Set me Free“ einfach nur geil und ein CD Kauf lohnt sich nur schon wegen diesem Track. “Get Real“ hat mir erst nicht so wirklich gefallen, doch irgendwie hat der Song was, die Hookline ist ziemlich klasse und der Beat kickt Ass! Bei „Annie’z Gone“ bin ich mir nicht ganz schlüssig ob ich begeistert sein soll oder nicht, die Hookline ist hier zwar sau geil, aber der Refrain etwas zu einfach, ach was…..das Lied rock!! Beim Rocker „For Hate’z Sake“ hat man den Pre Chorus bei „Heaven“ geklaut und den Refrain von einem anderen Lied, leider kommt mir auf Teufel komm raus nicht in den Sinn, von wem das ist, aber jedenfalls nicht von „Tailz“. Zum Schluss gibt es noch einen grandiosen Catchy Party Song mit Ohrwurm Charakter und zwar „Sugar Fever“ der abgeht wie ein „Love Bomb Baby“. Mit „Dirty Needlez“ geht „Bezerk 2.0“ dann auch schon zu Ende, der sich mit „Tigertailz“ auskennt dem ist bekannt das dies kein neuer Song ist, sondern die einzige Hit Single (unter Sleaze Fans) vom Album „WazBones“! „Natürlich haben „Hooker“ und Co. nicht einfach die alte Version genommen, sondern das Ganze neu eingespielt mit einwenig mehr Though und Sleazeness, mir gefällt die neue Version sehr gut, um ehrlich zu sein….wie ich schon beim „Wazbones“ Review geschrieben habe, hätte dieser Titel durchaus auch auf dem ersten „Bezerk“ Album sein können. Nun, um hier endlich mal zu einem Fazit zu kommen, „Bezerk 2.0“ gefällt mir wirklich ganz gut, obwohl es nie und nimmer an den Erstling herankommt. Für Sleaze Fans sollte die Scheibe aber trotzdem einen Pflichtkauf darstellen, schliesslich wollen wir ja von solchen Bands auch noch in Zukunft hören und das passiert nicht, wenn wir die Alben nicht kaufen. Hier gibt es durchaus einige Diamanten die das lasche „Do It Up“ schnell vergessen machen, ich denke da an „I Believe“, „Make Me Bleed“ und „Sugar Fever“ die durchaus „Bezerk“ würdig sind!!! Dass die Jungs das Album „Bezerk 2.0“ getauft haben, finde ich etwas unpassend, man fällt mit solchen Sachen meist auf die Schnauze, aber wie schon gesagt, die Platte ist dennoch cool geworden und ich wurde doch eines positiven überrascht, ich hätte schlimmeres erwartet.



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