Thin Lizzy - Jailbreak
9.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1976
Label
Vertigo
Besetzung
Gesang, Bass: Phil Lynott
Gitarre: Brian Robertson
Gitarre: Scott Gorham
Schlagzeug: Brian Downey
Gitarre: Brian Robertson
Gitarre: Scott Gorham
Schlagzeug: Brian Downey
Tracklist
1.Jailbreak
2.Angel from the Coast
3.Ruing Back
4.Romeo& the Lonley Girl
5.Warriors
6.The Boys are back in town
7.Fight or Fall
8.Cowboy Song
9.Emerald
2.Angel from the Coast
3.Ruing Back
4.Romeo& the Lonley Girl
5.Warriors
6.The Boys are back in town
7.Fight or Fall
8.Cowboy Song
9.Emerald
Datum: 12.11.2006 - Autor Jörg
„Jailbreak“ ist eine kernige Scheibe und setz den griffigeren Weg, den „Fighting“ schon vorzeigte weiter fort.
Schon der Opener und Titelsong mit seinem markanten Riff und dem legendären Mittelteil mit den Sirenen ist eine Macht. „Angel from the Coast“ setzt wieder auf fantastische Doppel-Gitarren-Läufe und zwingt einen mit der unnachahmlichen Art von Phil Lynott zu singen buchstäblich in die Knie.
Das Vinyl-Album wurde seinerzeit mit einen tollen Gimmick-Cover versehen, wo man die Comic-Szene als Einleger hatte. Leider wurde das Gimmick bei der CD-Version nicht mehr berücksichtig.
Was macht „Jailbreak“ denn nun so wichtig für die irische Götterband? Klar ein relaxter, Leidback gespielter Song wie „Running back“ ist herrliches Ohrenfutter und das feine Saxophon bringt so richtig schöne Swingstimmung, doch das haben Thin Lizzy sicher schon oft gehabt. Hier findet man den wohl wichtigsten und größten Hit der Band nach „Whiskey in the Jar“. Die Rede ist von „The boys are back in Town“. Der Song ist ein Statement für den Rock´n Roll, es wird erzählt wie es ist wenn man am Ende der Woche sein Geld bekommt und dann mit den Freunden loszieht und einen Drauf macht. Das was jeder kennt und gerne mal Dampf ablässt. Dieser Song gehört zu Thin Lizzy wie das Amen in der Kirche. Ein Manifest für den Rock´n Roll, hier hat sich Phil Lynott schon zu Lebzeiten ein eigenes Denkmal gesetzt.
Doch „Jailbreak“ hat noch mehr zu bieten. Das melodische „Romeo& the lonley Girl“ ist ein herrlicher Lovesong, der dann mit „Warriors“ -einen richtigen harten Rocker, als Gegensatz hat. „Cowboy Song“ ist eine weitere Legende in der reichhaltigen Menge an Thin Lizzy-Göttergaben. Gänsehaut pur wenn Phil am Anfang den ruhigen Part singt, ihr wisst schon „I am just a Cowboy, lonesome on the trail….“. Irre, was die Iren auf diesem Album abziehen. „Fight or Fall“ wirkt zwischen den beiden großen und bekannten Liedern sicher ein wenig unscheinbar, doch auch dieser Song sollte Aufmerksamkeit bekommen. "Fight of Fall" könnte durchaus als Ballade des Albums gelten.
Die Tatsache das „Black Rose“ mein absolutes Lieblingsalbum von Thin Lizzy ist, tut nichts dabei das sich hier aber einer der Songs befinden, welche seinerzeit mit meine Leidenschaft für diese wunderbare Band geprägt haben. Ich kannte von dem Song erst nur die Originelle Coverversion der Band Skyclad, doch auch diese tolle Verneigung erblasst vor dem allmächtigen Original. Die Rede ist von „Emerald“ einen Song über die Angriffe der Wikinger auf Irland, welche erfolgreich zurückgeschlagen wurden. Hier schlagen die irischen Wurzeln in den Melodien und Gitarrenriffs zu richtig durch und jeder der sich ein wenig für die grüne Insel begeistern kann, hat sofort die Weiten Irlands vor Augen wenn der Song erklingt. Der Song ist dermaßen heavy, leidenschaftlich und geil, dass man ihn am Besten immer nur auf Knien hören sollte. Allein die Gitarrenduelle von Robertson und Gorham sind so was von Gott, das jeder anerkennen muss was für ein geiles Gitarristentandem die Beiden waren. Ein wahrhaft würdiger und mächtiger Abschluss für ein grandioses Album. Thin Lizzy wussten schon warum sie „Emerald“ ans Ende der Scheibe stellten, danach geht nichts mehr.





