The Almighty - Blood, Fire&Love

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1989

Label
Polydor

Besetzung
Gesang/Gitarre: Ricky Warwick
Gitarre: Tantrum
Bass: Floyd London
Schlagzeug: Stump Monroe

Tracklist
1.Resurrection Mutha
2.Destroyed
3.Wild&Wonderful
4.Blood, Fire&Love
5.Lay donw the Law
6.Gift Horse
7.You´ve gone Wild
8.Power
9.Full Force Lovin Machine
10.Detroit
11.You´re a Sensation

Datum: 31.03.2006 - Autor Jörg
Es sind nun schon 17 Jahre her, als The Almighty mit ihrem Debüt frischen Wind aus dem Vereinigten Königreich Britannien ans Festland brachten. Aber Die Band hört das sicher nicht so gern, denn sie waren ja Schotten.

Egal zusammen mit den Little Angels, Thunder, Quiereboys und Wolfsbane sorgten die „Allmächtigen“ dafür, das Großbritannien mal wieder einiges mitzureden hatte. Die britische Szene hatte sich ja nicht mehr davon erholt das die ausklingende NWOBHM von dem Sturm aus den USA, Mitte der 80ger platt gemacht wurde. Da kamen dann die powervollen und ungestümen Almighty gerade zur rechten Zeit. Tantrum, Flyod London, Stump Monroe und der rothaarige Sänger Ricky Warwick erzeugten mit „Blood, Fire&Love“ ein Erdbeben wie es geiler kaum sein konnte. „Blood, Fire&Love“ war eine rüde Mischung aus Rock´n Roll, Punk, Heavy Metal und einer 2Leck mich am Arsch“ –Attitüde wie sie im Buche steht. „Resurection Mutha“ und „Destroyed“ brettern durch die Botanik und lassen nur Verwüstung hinter sich. Das sind Songs die dich mitreißen und dir in die Nüsse treten.

„You´ve gone Wild“ und „Power“ schlagen in die gleiche Kerbe und zeigen den meisten Bands wer der Chef ist. „Full Force Lovin Machine“ droht vor Energie nur so zu platzen und über all den dreckigen Riffs und der Power thront die unglaubliche Whiskey-Röhre von Warwick.

Viele Neider lästern ja, dass der Erfolg von The Almighty einzig drauf beruht das Band-Leader Ricky Warwick die Betten mit der MTV-Schrulle Vanessa Warwick teilte. Sicher hat das einen gewissen Einfluss auf die Häufigkeit der gespielten Clips gehabt, aber was soll das?

Die Band wusste auf ihrem Debüt die Leute zu überzeugen und eine coole Hymne wie „Wild&Wonderful“ schreibt man auch nicht, wenn kein Talent vorhanden ist. Hört euch nur mal die coole Doors-Orgel im Mittelteil an. Einen Einzigartigen und Königlichen Gänsehaut-Moment, ist hier sicher der Song „Blood, Fire &Love“. Eine Powerballade gesandt vom Rock´n Roll-Gott höchstpersönlich. Das Lied ist so was von endgeil. Allein das The Almighty es schaffen das Cello und die Geigen so einzubauen, das es nicht kitschig und sülzig klingt, hier erzeugen diese Instrumente einfach nur Tiefe und Atmosphäre. Allein dieser Song rechtfertigt den Kauf dieses Albums und hebt die Scheibe in den Klassiker-Status.

Man kann es kaum glauben, aber The Almighty schafften es „Blood, Fire&Love“ 2 Jahre später noch einen göttlicheren Nachfolger an die Seite zu stellen. Die Zukunft sah rosig aus, aber leider verfranzten sich Almighty ab 1993 darin, das sie die gerade angesagten Trends hinterher jagten und leider nicht mehr an die ersten Götterscheiben anknüpfen konnten.

Die Band war britsch, urwüchsig und gut gewesen, das haben sie leider verleugnet. Zum Glück ist von Trendhopserei hier noch nichts zu hören.







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