The Accursed - Seasons Of The Scythe

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Locomotive Records

Besetzung
Gesang: Jonathan Helme
Gitarre: Loki
Gitarre: Tim Giblin
Bass: George Pacheco
Schlagzeug: Chris Helme

Tracklist
1.Deities And Demigods
2.Sawtoothsmile
3.Seasons Of The Scythe
4.Fire Of 1000 Cries
5.I Am Famine
6.Aftermath Of Sorrow
7.The Rider
8.Land Of The Dead
9.Slaughter The Gods
10.Cold Is The Grave
11.Funeral March
12.The Black Thrash
13.Armageddon Eulogy

Datum: 19.01.2008 - Autor Claudio
Aus Bedford, Massachusetts stammen The Accursed und erfreuen uns auf ihrem Debüt „Seasons Of The Scythe“ mit Thrash Metal der alten Schule. Amerikanische und europäische Einflüsse werden gemischt und ziemlich rumpelig und oldschoolig in Szene gesetzt, aber in sich stimmig und von der musikalischen Warte aus auch alles in Ordnung, aaaaaber. (Musste ja kommen, oder?) Auch wenn die Jungs um das Brüderpaar Chris und Jonathan Helme musikalisch einiges auf dem Kasten haben und Songs schreiben können, die an die glorreichen Achtziger erinnern, so klingt vieles gleichförmig und die Produktion, in meinen Augen das größte Manko des Albums, lässt die Songs rumpeliger erscheinen, als sie es sein sollten. Die Ausrede, dass „Seasons Of The Scythe“ bereits 2005 in den Staaten erschienen ist, lasse ich nicht gelten, denn auch in dem Jahr war die Möglichkeit gegeben, eine Produktion zu erstellen, welche Druck erzeugen kann und nicht wie ein Acht-Spur Demo klingt. Was nutzen wahnwitzige Gitarrenleads und brachiale Double Bass Attacken, wenn sie entweder untergehen oder sich anhören, als ob auf Joghurtbechern geklöppelt wird?

Nun aber zurück zur Musik. Wie schon gesagt haben sich die Jungs dem Thrash verschrieben und lassen die Achtziger wieder real werden. Die Zeit, in der Bands wie Metallica, Kreator und Konsorten noch auf Geschwindigkeit gesetzt haben und einfach drauflos spielten. Man sollte auf „Seasons Of The Scythe“ keine Downbeats oder progressiven Breaks erwarten, denn eigentlich geht’s immer nur nach vorn und Mitten in die Fresse. Sänger Chris auch wie eine Mischung aus Mille und einem heiseren Hetfield, die Gitarristen treiben sich Gegenseitig zu Höchstleistungen und die Rhythmusabteilung unterlegt alles mit einem felsenfesten Beat. Das Grundkonzept ist klasse und macht auch Spass, aber immer wieder fragt man sich, was aus der Platte geworden wäre, wenn man sie nicht so stümperhaft in Szene gesetzt hätte. Diese Verpuffung macht mich sprachlos und ich kann mir nur Wünschen, dass die Jungs genug Ausdauer haben, um mich mit der nächsten Platte vollends zu überzeugen. Hört euch einfach Mal die Songs „Seasons Of The Scythe“ und „Aftermath“ an und stellt euch eine richtige Produktion dabei vor. Old School ist gut, aber wir sind nicht mehr in den Achtzigern, auch wenn sich manch Mensch vehement dagegen wehrt. Die Uhr dreht sich immer weiter…und macht auch vor dem nicht halt, der sich gegen Neuerungen wehrt.

Ich glaube nicht, dass die Jungs mit diesem Album die von ihnen anvisierten Ziele erreichen werden, aber Talent ist vorhanden und wird sich, ich hoffe es jedenfalls, durchsetzen.







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