Tesla - Forever More

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang: Jeff Keith
Gitarre: Frank Hannon
Gitarre: Dave Rude
Bass: Brian Wheat
Schlagzeug: Troy Lucketta

Tracklist
1. Forever More
2. I wanna Live
3. One Day at a Time
4. So What
5. Just in Case
6. Fallin’ apart
7. Breakin’ Free
8. All of Me
9. The first Time
10. Pvt. Ledbetter
11. In a hole again
12. The Game
13. My Way (Euro-Bonus)
14. What A Shame-Live (Euro-Bonus)

Datum: 04.11.2008 - Autor Jörg
VÖ:07.11.08

Endlich wieder was Gescheites von den Texas-Boys, die Coverscheiben in Ehren aber irgendwie sind solche Geschichten echt nur was für Sammler und Die-Hards. Ich habe meine CD schon seit Monaten nicht mehr gehört. Jetzt kommt das nächste Album auf uns zu und Frontiers Records haben Tesla nun unter ihre Fittiche genommen. So kommt die CD wenigstens überall in den Handel.

Was hat sich getan seit dem letzten Studioalbum? Sind ja auch schon wieder 4 Jahre her seit „Into the Now“ in die Hände der Fans geraten ist. Etliche Stimmen waren zu hören, das der eingeschlagene Weg nicht mehr das sei, was Tesla-Fans wollen. Aber Leute, wer so was von sich gibt der hat wohl damals nur den „Love Song“ gut gefunden. Tesla haben eine ähnliche Entwicklung hinter sich wie Europe, es werden die alten Trademarks nicht verraten und man bringt trotzdem eine moderne Frische in den Sound ein. Es klingt, wie schon auf „Into the Now“, weder angestaubt noch ist hier von Trendanbiederung zu reden. Modern Hardrock mit dicken Eiern, so und nicht anders ist „Forevermore“. Die Hair-Metal-Schublade war noch nie was für Tesla und das wird es zum Glück auch mit dem neuen Album nicht mehr.

Wer jetzt auf Singlehits scharf ist, der dürfte auf den ersten Blick bei „Forevermore“ ein wenig enttäuscht aus der Wäsche gucken. Denn hier haben wir es mit einem Album zu tun und nicht eine Ansammlung von paar Highlights und einer Schmusibusi-Ballade. Die neue Tesla ist etwas, das im Ganzen funktioniert und das dürfte den meisten Musikfans auch am liebsten so sein.

Dennoch mag ich hier auf den ein oder anderen Song mal eingehen, wenn man so etwas wie einen catchy Einstieg braucht, dann picke man sich bitte „I wanna Live“ heraus, das ist noch am ehesten eine Art Hitsingle. „So What“ kommt mit coolen und leicht düsteren Vibes daher, auch hier möchte man sagen wenn Tesla heutzutage in die Charts aufrollen wollten, dann mit diesem Lied. Da hört auch der Nickelback und New-Rock-Fan mal gespannt zu. Der Balladenfan wird aber auch nicht vergessen und mit „Fallin apart“ und dem etwas kernigen „Just in a Case“ werden auch diese Fans gut bedient.

Wie ich schon erwähnte der Stil von Tesla wurde verfeinert, ein bischen angepasst um in der aktuellen Zeit Bestand und Berechtigung zu haben. Es rockt auf jeden Fall in bester Texas-Manier.

Ich habe „Forevermore“ jetzt wirklich oft und immer nur am Stück gehört, so das ich feststellen muss, den von mir schon für rausragend befundenen Vorgänger „Into the Now“ haben Tesla mit „Forevermore“ noch mal übertroffen. Ich habe ja ehrlich gesagt nach den Coveralben ein wenig mit Tesla gehadert, doch sie stopfen mir mit ihrer neuen Scheibe mal gründlich das Maul. Find ich echt gut und so lasse ich meine kritische Stimme im Kopf gerne zum schweigen bringen.

Die Euro-Version kommt noch mit 2 Extrasongs heraus, welche aber nicht auf der Vorabpromo zu hören sind.



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