Tempesta - The Other Side

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
Fastball Music

Besetzung
Rhythmusgitarre und Gesang – Reto Thalmann
Schlagzeug – Brühwiler Armin
Leadgitarre – Pascal Fuchs
Bass – Ruedi Kälin

Tracklist
1. The Other Side
2. Talk Of The Town
3. The Way It Is
4. Lose You Once More
5. Nashville
6. Jack
7. No Matter What They Say
8. Get Over This
9. Hicktown
10. I´m Sorry (feat. Rachel Williams)
11. Hurts Me
12. Up To You

Datum: 14.09.2009 - Autor Psychobimbo
Was haben Schweizer und Australische Bands gemeinsam? Bei beiden verbindet man mit der Herkunft einen bestimmten Sound. Und die schweizer Hardrockgruppe Tempesta ist ein weiter Beleg für diese seltsame aber zutreffende Regel.

In ihrer Heimat scheinen Tempesta schon recht erfolgreich zu sein, ich jedoch muss gestehen das mir zwar der Name bekannt vorkommt, aber ich nicht wirklich einen Song der Band kannte. Da jedoch die aktuelle, vorliegende Scheibe so gutklassisch den Lumpi ums Haus rockt, bleibt der Gruppe zu wünschen das sie bei dem Zielpublikum einen Treffer landen. Mit der dicken, satten Produktion von Michael Bormann sollte man bei diesen Leuten offene Türen einrennen.

Zumal die Vorzeigeband Gotthard schon seit einigen Alben nicht mehr so lässig auf die Kacke hauen wie zwischen dem Debut und „G.“, da kommt das urwüchsige und erdige „The Other Side“ gerade recht.

Aufgepeppt durch viel Country und Southernrock gewinnt das Album von Lauf zu Lauf mehr an Sympathie und Kids, welche Spaß haben an der Ausrichtung des letzten Kid Rock Albums, die dürften mit dem angenehmen Nashville Anstrich von „The Other Side“ ganz gut klarkommen.

Natürlich hört man schon raus das hier viel amerikanisiert wurde und man nicht wirklich aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommt, aber gerade das hat seinen eigenen Charme. Zumal auf die typischen Fettnäpfchen verzichtet wurde und man sich einerseits spielerisch behaupten und andererseits nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Es hat ja nicht wenige Leute gegeben die der „Load“/“Reload“ Phase von Metallica etwas abgewinnen konnten, und diverse Nummern hier schlagen in eine sehr ähnliche Kerbe.

Persönlicher Favoriten wird jeder andere herauspicken, aber speziell das melanchonische „Lose You Once More“, welches ohne zu kopieren an Metallicas „Mama Said“ erinnert, könnte als Single funktionieren und als Anspieltipp gelten.

Alles in Allem eine sehr runde Angelegenheit, professionell und mit Leidenschaft gepanzert. Eine gepflegte Angelegenheit die man guten Gewissens empfehlen kann.







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