Ted Nugent - Double Live Gonzo

10.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1978

Label
Epic

Besetzung
Ted Nugent: Lead Vocals, Guitar
Derek St. Holmes: Lead Vocals, Guitar
Rob Grange: Bass
Cliff Davies: Drums

Tracklist
1. Just What The Doctor Ordered
2. 2. Yank Me,Crank Me
3. 3. Gonzo
4. Baby Please Don't Go
5. Great White Buffalo
6. Hibernation
7. Stormtroopin'
8. Stranglehold
9. Wang Dang Sweet Poontang
10. Cat Scratch Fever
11. Motor City Madhouse

Datum: 15.06.2007 - Autor Jochen
Live -Scheiben objektiv zu beurteilen ist nicht immer leicht. Da das „Live“ immer so ne Sache bei einigen Scheiben/Bands ist und es schwer ist, für jeden Geschmack die perfekte Setlist auf die Rille zu pressen. Man muss zwar selten neue Songs beurteilen sondern meist die Gassenhauer der Band in einer „echten“ Version anhören. Dann kommt es auf den Sound an, wie real das Verhältnis Musik / Atmosphäre sprich Publikum abgemischt ist und ob die Band das umsetzen kann, was auf ihren Werken im Studio „eingespielt“ wurde.

Wenn diese Kriterien alle auf einen Nenner gesetzt sind kann eine Live -Scheibe was richtig Positives für eine Band sein. Ich denke da an Alive I von Kiss.

Aber ich rede und rede und vergesse, wen ich hier eigentlich vor mir habe.

The Nuge, das Animal, das Großmaul aus Detroit, der schon auf dem Cover und im Innenteil zeigt, wo der Nagel sitzt. Brutalo Sound ohne Schnickschnack.Only `ne Gibson Byrdland, zig Fender Amps, die Potis auf volle Pulle und immer eine Spiellaune bis zum Anschlag. Dazu eine Rhythmusmaschine im Rücken ,die alle Ausflüge des tobenden Chefs sauber im Takt mitmacht.

Also alles auf einen Nenner gebracht? 100%. Schon das Soundgewitter am Anfang zu „Just what the Doctor Ordered“ verspricht was man in der folgendenSpielzeit bekommt. Das volle Brett Gitarrenrock „LIVE“ ohne Punkt und Komma mit einem Derek St. Holmes am Micro / Rhythmusgitarre der bei einigen Soliduellen dem Meister das Wasser reichen kann und einfach eine göttliche Stimme hat.

Nummer 1-5 knallen dermaßen um die Ohren, dass man erst bei dem 16min langen instrumentalen „Hibernation“ Luft holen kann und muss. Um dann aber mit „Stormtroopin“ über „Stranglehold“, „Wang Dang Sweet Poontang“, „Cat Scratch Fever“ den Meister auch am Micro, gepaart mit langen Redefluss (Ansagen) zu verfolgen.

Ist man dann bei der letzten Nummer „Motor City Madhouse“ angelangt und hat auch diesen 10min Wahnsinn am Lauscher überlebt bekommt man noch den legendären bestialischen Abschlussschrei des Tieres auf der Bühne zu hören. Wenn dann die Info vom Ansager kommt: „Thats all, Ted Nugent Thank you, Goodnight!“ kann man sich bildlich vorstellen, dass der Kerl von der Bühne getragen wurde. Man ist selber nur noch komplett fertig und kann an diesem Tag keine Musik egal welcher Art mehr hören (wollen).

Gonzo ist auch der Abschluss einer Ära von The Nuge wo seine damalige junge Solokarriere mit den früheren Amboy Duke Zeiten noch verschmolzen war.

Einige Songs sind danach für immer aus seinem Programm verschwunden und durch

seine folgenden Soloplatten ersetzt worden.

Auch die Zusammenarbeit mit Derek ST. Holmes endete für Jahrzehnte vorläufig auf

diesem Werk.

Wem kann man dieses Werk empfehlen? Alle die auf brachiale Gitarrenriffs, Solis,

extrem laute Feedbacks, Geschreie, Grunzen und eben solide Live- Handarbeit stehen.

Und wenn jemand auch nur eine CD von Ted Nugent in Erwägung ziehen würde zu kaufen, dann muss es einfach diese hier sein. GONZO!!

Ich kann diesem Zeitvermächtnis auch heute noch eine volle 10 geben und kenne nur noch wenige andere Live-Platten die so alle genannten Nenner auf den Punkt bringen.









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