Tattooed Millionaires - Band with no Fear

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2005

Label
Sex Sells Records

Besetzung
Johnny Jetson – Vocals, Guitar
Brian – Bass
Justin – Drums

Tracklist
1.French Kissing
2.Do You Feel Alright
3.I Wanna Get In Your Pants
4.There Goes The Neighborhood
5.Rock ´N´ Roll Babies
6.Hong Kong Blond
7.Bad Boys & Astronauts
8.Not My Girl
9.Snow Gun
10.Things Are Looking Bad
11.Waiting For The Man
12.From Venus With Love
13.Show Some Respect

Datum: 16.06.2006 - Autor Psychobimbo
Nein, ängstlich scheinen die drei Spring-ins-Feld Buben aus dem sonnigen Hollywood, CA. tatsächlich nicht zu sein. Selbst in L.A., wo man schon als Säugling mit Jack Daniels Pulle, Guns ´n´ Roses T-Shirt und Sonnenbrille auf die Welt kommt ist es heutzutage nicht unbedingt die kommerztauglichste Entscheidung für junge Musiker ohne Geld und Freundin sich ausgerechnet dem punkig angehauchten Sleaze- und Glamrock zu verschreiben. Aber hier in Bayern sagt man „Ein Guter hat’s im Blut!“ und warum soll das an der Amerikanischen Westküste anders sein.

Sänger Johnny Jetson scheint so etwas wie der Bandleader zu und der kreative Kern der Band zu sein. Nicht nur sticht er mit seinem Aussehen, welches an den jungen Joe Leste von Bang Tango erinnert, er durfte auch die Finger an den Reglern haben. Das dabei bei so einer jungen und unerfahrenen Truppe nicht gleich ein soundtechnisches Wunderwerk oder kompositorische Jahrhundertsongs an der Tagesordnung versteht sich von selbst aber so lassen sich durch den an die Space Age Playboys angelehnten Noisewall einige Parallelen zu den L.A. Guns und Pretty Boy Floyd erkennen.

Die musikalische Schmeißfliege „Rock ´N´ Roll Babies“ ist weitaus lässiger und dreckiger als der abgedroschene Titel vermuten lässt und „Snow Gun“ ist ein weiterer Hit der sich durch grooviges und abgeschmacktes Dahinrocken auszeichnet. Sollte man sich unbedingt mal gönnen, denn wer weiß ob man es mittelfristig nicht mal mit einer erfolgreicheren Combo zu tun hat. Das Reinhören wird zusätzlich erleichtert da kaum eine Nummer die drei Minuten Schallgrenze durchbricht.

Es ist nicht von der Hand zu weisen das in Punkto Geschwindigkeit jetzt keine dramatischen Schwankungen vorhanden sind und so eine etwas zu gleichmäßige Emotionsebene einstellt aber die Glamster wissen das sie in dem Fach einiges gebacken bekommen und lassen in weiser Voraussicht gleich die Finger von dem kitzligen Balladenthema.

Derzeit wird ja liebend gern (und meist auch zu Recht) über den Underground abgelästert. Hier endlich mal wieder eine mutige junge Gruppe die das Rad nicht neu erfindet aber zielsicher durch den Eigenproduktionsuntergrund surft.









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