Tangier - Four Winds

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1989

Label
Acto

Besetzung
Gesang: Bill Mattson
Gitarre: Doug Gordon
Gitarre: Gari Saint
Bass: Gary Nutt
Schlagzeug: Bobby Bender

Tracklist
1.Ripcord
2.Mississippi
3.On the Line
4.In Time
5.Four Winds
6.Fever for Gold
7.Southbound Train
8.Sweet Surrender
9.Bad Girl
10.Good Lovin´

Datum: 01.06.2007 - Autor Jörg
Ich fand es schon immer recht Schade, das Kollege Vince die „Stranded“-CD von Tangier fast schon zerrissen hatte, da mir dieses CD sogar noch besser gefällt wie „Four Winds“. Aber Geschmäcker sind nun mal sehr verschiedenen. „Four Winds“ gab es 2 Jahre vor „Stranded“ und hier kommen Tangier noch als 5-Mann-Band daher, mit Gari Saint gab es hier noch eine 2ten Gitarristen und mit Bill Mattson einen anderen Sänger. Wenn ich aber so richtig überlege unterscheidet sich Mattson jetzt gar nicht so großartig von Mike LeComte, was ich schon etwas seltsam finde.

„Four Winds“ ist nicht, wie oft behauptet wird das Debüt von Tangier, sondern schon die 2te Scheibe. Der Erstling ist höllerar und auf CD nur in Japan aufzutreiben und da auch nur sehr schwer. „Four Winds“ macht sich auch schon etwas rarer und man braucht mal etwas Glück um die CD zu erwischen.

Der Sound auf „Four Winds“ ist noch nicht so ganz sehr AOR-Mässig wie „Stranded“ und noch stärker im Blues und Southernrock verwurzelt. Das ist an sich nichts schlimmes, doch brauchen die Songs schon mal ein paar Anläufe um so richtig zu zünden. Ist „Stranded“ für mich eine tolle, eingängige Sommer-Auto-Fahr-CD, so ist „Four Winds“ eher das Album, welches man sich in Ruhe zur Gemüte führt. Dann kann man auch Stücke wie „On the Line“, das rausragende „Mississippi“, das schöne Melodikstück „In Time“ oder das treibende “Sweet Surrender“ vollendest genießen.

Tangier haben sich auf „Four Winds“ noch sehr den blusigen Sound zugewandt und sind eher nicht so Massenkompatibel wie so andere Bands die seinerzeit umeinander hüpften. Der ernsthafte Hardrock-Fan wird sicher eher Gefallen an dieser CD finden, als wie das übrig gebliebene Posergirly.

Der Titelsong „Four Winds“ macht gewaltig Spaß und bringt ein cooles Feeling von alten Whitesnake rüber, welche eine Party mit den Allman Brothers feiern.

Insgesamt gesehen ist „Four Winds“ in meinen Augen zwar das schwächere Album von Tangier, aber das bedeutet ja nicht das die CD schlecht ist.







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