Talisman - 7

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang: Jeff Scott Soto
Gitarre: Fredrik Akesson
Bass, Keyboard, Gitarre: Marcel Jacobs
Schlagzeug: Jaime Borger

Tracklist
1.Falling
2.Nowhere fast
3.Rhyme or reason
4.End of the Line
5.The 1 i´m living 4
6.On my Way
7.Forevermore
8.Succumb 2 my desire
9.Shed a tear goodbye
10.Troubled Water
11.Back 2 the feeling

Datum: 08.10.2006 - Autor Jörg
VÖ:20.10.06

Es gibt wahrlich wenige Bands, oder Künstler, auf deren neue Scheiben ich richtig warte. Meistersänger Jeff Scott Soto gehört aber mit Sicherheit dazu und wenn der Herr noch mit seinen Schweden-Kumpanen von Talisman ins Studio geht, passiert es dass die Spannung enorm wird.

3 Jahre nach dem durchaus erfolgreichen Studio-Vorgänger „Cats and Dogs“ ist die Wundertruppe mit ihrem 7bten Studioalbum wieder am Start und enttäuscht zu keiner Zeit. „7“ bietet uns 11 Mal den unverwechselbaren Talisman-Sound, der von Marcel Jacobs exzellentem Bassspiel beherrscht wird. Dazu noch die geile Gitarrenarbeit von Frederik Akesson (Arch Enemy), das powervolle und lockere Druming von Jaime Borger (u.a. Treat) und über allem thront eine der grandiosesten Stimmen der Hardrockszene.

„Falling“ wurde an den Anfang des Albums gepackt und sofort wippt man mit dem Fuß mit, summt nach kurzer Zeit die Melodie des Refrains mit. „Nowhere Fast“ ist ein leicht AORiger Ohrwurm, der auch gut auf Sotos letztes Solo-Album gepasst hätte.

Nachdem ich „7“ zum zweiten Male gehört hatte, war ich mir sicher dass diese neue Talisman-CD ein weiteres Wunderwerk der Schwedisch/Amerikanische-Conncetion ist.

Da kann ich mich als kritischer Fan mal echt entspannt zurück lehnen und auch mal sicher sein, das es noch Bands gibt auf die man sich verlassen kann.

„7“ ist im direkten Vergleich zu „Cats&Dogs“ ein wenig softer ausgefallen, dafür kommen hier mal wieder einige Funk/Soul-Einlagen zum tragen. Gebt euch dazu mal das edel-feurige "Succumb 2 my desire", wo euch Jeff einen Schrei im Mittelteil um die Ohren haut, das euch hören und sehen vergeht. Seine Homage an James Brown, so könnte man diesen Song auch beschreiben. Was geht das Lied in die Beine.

Ein brillantes Melodikrock-Highlight ist der Song „Rhyme or Reason“, der Titel trumpft mit wunderbaren mehrstimmigen Chören auf, die sich langsam und unaufhaltsam in die Ohrmuschel bohren.

Danach kommt „End of the Line“ der härteste Song auf diesem Album und zu Beginn brummelt der Bass von Jacobs amtlich daher, ich kann mir jetzt schon vorstellen wie der Song auf Konzerten wirken würde. Weiterer fantastischer Moment auf "7" ist ohne Frage das balladesk-angehauchte "Shed a tear goodbye", das jetzt schon Ambitionen anmeldet ein kommender Talisman-Dauerbrenner zu werden.

Das Talisman wert auf Groove legen ist ja kein Geheimnis. Das wird auf „7“ auch ausgelebt und bei Songs wie „The 1 i´m living 4“ bewegt man seinen Hintern automatisch mit und still sitzen ist bei hören eh nicht drin.

Eine echte Meister-Scheibe haben sich die Vier hier mal wieder aus dem Ärmel geschüttelt. Dass die Musik so beschwingt und leicht klingt, muss ja nicht heißen dass die Musiker sich solche Tracks mal eben herbeizaubern, doch solch ein Feeling wird so vermittelt.

Schade irgendwie das „7“ im Oktober erscheint, es wäre eine perfekte Scheibe für die Sommer-Monate gewesen. Doch ich glaube der Plan von Talisman ist, sie wollen uns die kalten, düsteren Wintermonate erhellen und das wird ihnen mit diesem Hammer-Album auch gelingen.

So Leute, jetzt liegt es an euch. Kauft diese Scheibe und sorgt damit dafür dass Jeff Scott Soto mit seinen Talismänner im nächsten Jahr mal wieder über die deutschen Bühnenbretter toben. Ich habe nach Genuss des neuen Albums einfach wieder Bock auf Soto-Live und zusammen mit Talisman ist mir das bisher noch verwert geblieben.

Dies Album gehört defenitiv zu den Top5-Alben, welche in diesem Jahr veröffentlicht wurden.









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