Symphonity - Voice From The silence

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
LMP / SPV

Besetzung
Gesang: Olaf Hayer
Gitarre: Libor Krivak
Bass: Tomas Celechovsky
Schlagzeug: Martin Skaroupka
Keyboard: Ivo Hofmann

Tracklist
1. La Morale Dell’ Immorale
2. Give Me Your Helping Hand
3. Gates Of Fantasy
4. Bring Us The Light
5. Salvation Dance
6. The Silence – Memories Part I
7. The Silence – Forsaken (Part II)
8. The Silence – Relief Reverie (Part III)
9. Searching You
10. Evening Star
11. Afterlife (Instrumental)

Datum: 11.08.2008 - Autor Frank
VÖ: 15.08.08

Wie sagt man so schön? Der Name ist Programm! Was anders soll man von den Tschechen erwarten als epischen symphonischen Metal? Nichts! Und so müssen sich Symphonica den Vergleich mit den Großen des Genres stellen.

Stratovarius haben die Messlatte für alles was da kommt und kommen soll in nahezu unerreichbare Höhen gelegt, auch oder grade weil sie den orchestralen noch weitgehend vernachlässigten.

Rhapsody (of Fire) haben das Genre zwar zur Perfektion ausgereizt dabei jedoch das Wesentliche zu sehr vernachlässigt und sind grad irgendwo auf dem Weg zwischen Orchester Metal (vielleicht sogar eher Orchester Musik) und Fantasy Filmmusik angekommen. Viele alte Fans wenden sich mittlerweile mit grausen von der Band ab.

Und die dritten im Bunde? Sonata Arctica! Auch wenn ich nun einigen Fans der Band auf die Latschen trete … für mich war die Band immer völlig überbewertet und gehörte eigentlich nicht in den Kreis der absoluten Top Acts. Dazu kommt, dass sie in der letzten Zeit auch noch die frische früherer Tage vermissen lassen.

Und nun versuchen Symphonity in dieses Genre einzudringen! Handwerklich kann man den Jungs wirklich nichts vorwerfen und ein Gespür für flinke Gitarrenmelodien haben sie auch … aber das war es dann auch fast schon! So leid es mir tut, ich habe die Scheibe nun schon 8 oder 9 Mal gehört, mich jedes Mal über den tollen Opener gefreut zum Ende noch mal aufgehorcht, aber insgesamt bleibt der Fakt, dass nichts hängen bleibt

… außer dem Hidden-Track. Die Umsetzung von Nenas „Irgendwie,Irgendwo Irgendwann“ (in Deutsch/ English Kombination) muss ja hängen bleiben, schließlich kommt einem das Original schon aus allen Körperöffnungen raus! Auch wenn man sich als Headbanger mit alten Popkammellen schwer tut – die Tschechen schaffen es den Song in ihr Soundgewand zu stecken und das ist für mich einer der wichtigsten Punkte bei der Bewertung einer Coverversion..

Wie erwähnt fängt „Voice From The Silence“ mit einem wirklichen mit dem Speed Kracher „Give Me Your Helping Hand“ an. Sänger Olaf Hayer (Sänger bei Luca Turilli /

(ex?) Dionysis) besticht mit einer guten Stimme, die sich aus der Masse der Melodic Sänger abhebt und in absehbarer Zeit wahrscheinlich die Beletage in diesem Genre erreichen wird!

Mit zunehmender Spieldauer der CD verlaufen die Songs jedoch in der Bedeutungslosigkeit (da hilft auch der ausgezeichnete Gesang nicht)!

Es mag sein, dass es Leute gibt, die auf episch orchestrale Ausflüge stehen – okay! Aber bei Symphonity werden die Ausflüge bald zu mehrwöchigen Urlauben. So schön eine Reise auf die Malediven sein kann, nach drei Wochen allein auf einem einsamen Archipel wird man den Typen, der einem morgens den Frühstückskorb mit Ananas, Kokosnüssen und Wasser an den feinen Sandstrand legt alles geben um wieder von der vermaledeiten Insel zu kommen.

Wie bei Rhapsody (of Fire) wird dabei der Song unterwegs etwas Wichtiges vergessen – der song! Im Gegensatz zu den Italienern finden die Tschechen irgendwann den Song wieder und es geht weiter im Text! Alles in Allem ist mir das jedoch zu langatmig.

Ich horche das nächste Mal bei „Searching You“ wieder auf! Endlich ein Song (!!) der über die gesamte (!!) Dauer ein Song ist und der dafür sorgt, dass man Spaß dran hat (Freaks des epischen Metal werden ihn deshalb vermutlich als Schwachpunkt der Scheibe sehen! Nicht das man ihn sofort mitträllern kann, aber die Melodie kommt sie einem sofort wieder bekannt vor. Mit „Evening Star“ endet der offizielle Teil des Albums (wenn man das Rauswurf Instrumental mal vernachlässigt).

Was macht man mit einer Scheibe die aus 2 Höhepunkten einem überdurchschnittlichen Song und jeder Menge Mittelmaß daherkommt! Ich denke mit 7 Punkten ist Symphonity gut bedient – bei Liebhabern von Symphonic Metal mit ellenlangen Urlauben auf den Malediven könnte man noch einen Punkt draufgeben.







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