Suicidal Tendencies - Lights Camera Revolution

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1990

Label
Sony Music

Besetzung
Gesang: Mike Muir
Gitarre: Rocky George
Gitarre: Mike Clark
Bass: Robert Trujillo
Schlagzeug: R. J. Herrera

Tracklist
1. You can’t bring me down
2. Lost again
3. Alone
4. Lovely
5. Give it Revolution
6. Get whacked
7. Send me your money
8. Emotion No 13
9. Disco’s out, Muder’s in
10. Gon’n Breakdown

Datum: 16.03.2008 - Autor Jörg
Neben Kultscheiben wie “Controled by Hatred/Feel like shit Deja-Vu” und dem Kult-Knüller “Join the Army” hat mir das “lights Camera Revolutions”-Album von 1990 immer am Besten von allen Werken der Suicidal Tendencies gefallen. Hier ist die Hitdichte am größten und es gibt –in meinen Augen, kaum einen schwachen Song auf dieser Scheibe.

Die Band, welche ja irgendwo als Skaterband verschrienen war und von den truesten Gesellen auf unseren Planeten immer abgelehnt wurden, waren ein Erlebnis für sich. Ihr Crossover-Gemisch aus Punk, Hardcore, Thrash-Metal und Funk brachte die Puristen und Szenewächter auf die Palme und die Leute, welche es mochten im Mosh-Pit zum durchdrehen.

Suicidal leben von ihrem schwierigen und bekloppten Frontmann Mike Muir und dem Gitarrenduo Mike Clark und Rocky George, welche in diesem Genre wirklich rausragend sind. „Lights Camera Revolution“ startet ruhig, doch nur bis die einleitende Melodie von „You can’t bring me down“ ins Stakkatoriffing umschlägt und die erste Hymne der Platte in die Runde gefeuert wird.

Machen Suicidal auf den ersten Blick immer den Eindruck einer fröhlichen Beachparty-Band, merkt man davon beim genaueren hinschauen nicht mehr viel. Die Texte drehen sich um Missstände ihrer Heimat wie Rassismus, Kapitalismus oder dem täglichen Kampf mit sich selbst und dem Überleben. Mike Muir ist sicher kein Sänger der sich als Thronfolger von Ronnie James Dio bewerben sollte, doch seine nasale und nölige Stimme ist das Markenzeichen von Songs wie „Give it Revolution“, „Lost Again“ und „Alone“. Mit „Lovely“ haben Suicidal Tendencies einen Song komponiert, dessen Machart Jahre später noch Bands wie Korn und anderen zu Millionen Dollars verhelfen werden. Nu-Metal schon 1990? Irgendwie würde ich sagen ja.

Mit „Emotion 13“, „Disco’s out, Murder’s in“ und dem funkigen Groove-Monster „Send me your Money“ enthält diese CD 3 meiner Fave-Songs von Suicidal Tendencies. Jeder Song für sich schon ein Knüller. Wer mal so richtig am Rad drehen möchte, der kann das bei „Get Whacked“ tun und sich mit wirbelnden Armen und Beinen im Moshpit Freunde oder auch Feinde machen.

Auf „Lights Camera Revolution“ haben die Suicidal Tendencies mit Bassist Robert Trujillo einen Neuling in der Band, der noch später viel von sich redden machen wird. Sei es nun bei Ozzy Osbourne oder bei Metallica.

Fakt ist, das „Lights Camera Revolution“ für mich eine der stimmigsten und meist gehörten Suicidal Tendencies-Alben sind, die es gibt. Nachdem ich mir vor Wochen endlich mal die CD-Version gekauft habe, sind die hier erwähnten Songs wieder fester Bestandteil des Musik-Alltages geworden.







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