Subterfuge Carver - Deathcore

5.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Supreme Chaos Records

Besetzung
Gesang: Alex Wiedhölzl
Gitarre: Arthur Wall
Bass: Bert Oeler
Schlagzeug: Thomas Neuberger

Tracklist
1.Equals
2.Ruined
3.
4.O.Y.K.
5.Pressed
6.Died
7.
8. P**** Gunner
9.Killing Glances
10.Prelude To War
11.One Bullet Will Do
12.Devils Don´t Bleed

Datum: 27.01.2008 - Autor Claudio
Irgendwie ist ein Albumtitel wie „Deathcore“ meiner Begeisterung nicht gerade zuträglich und wenn dann auf dem Bandphoto ein Musiker noch ein schniekes Schirmmützchen trägt, dann verschwindet die CD normalerweise in den Untiefen des Plattenschrankes und ward nicht ehr gesehen. Okay, ich stelle mein selbstgerechtes Geschwafel ab, versuche an diesen Dingen vorbei zu sehen und kümmere mich mal nur um die Musik. Die Jungs aus dem süddeutschen Raum, genauer gesagt Stuttgart, bewegen sich mit Brachialgewalt auf den Spuren der New Orleans Legende Pantera und den Brasilianern Sepultura, was nicht nur daran liegt, dass Sänger Alex Wiedhölzl aussieht wie ein gepflegtes Abbild von Max „Zausel“ Cavalera. Auch wenn die Jungs selten so straight zu Werke gehen, wie es die Herren aus Südamerika getan haben. So klingen gerade die Gitarren bei machen Songs wie direkt aus dem Dschungelcamp! Bei den ganzen Ähnlichkeiten zu gerade diesen Bands, geht die Eigenständigkeit leider ein wenig verloren. Trotzdem kann man die Schwaben nicht als bloße Kopisten darstellen, Mastodon artige Einschübe in ihrer Musik bringen bestimmt nicht nur mich zum Grübeln und erhöhen den Schwierigkeitsgrad von „Deathcore“ gewaltig. Die musikalischen Fähigkeiten der Band kann ich nicht bestreiten und auch der Sound, von Andy Claasen in Szene gesetzt, ist gewaltig genug um den Umfang der Platte gerecht zu werden. Wut scheint eh die Haupttriebfeder in der Musik von Subterfuge Carver zu sein, was in manchen hasserfüllten Gesangseruptionen klar wird und trotzdem klingt immer wieder durch, wer für den Gesang Pate gestanden hat….nämlich Phil Anselmo. Ich komm schon wieder auf Pantera, also scheinen die Einflüsse oder die Ähnlichkeiten doch weit reichender zu sein, als zuerst angenommen. Sogar in der Thankslist von Sänger Alex wird Anselmo und ex Konsorten gehuldigt…….Nachtigall ick hör dir trapsen.

So nun genug gemeckert, „Deathcore“ ist ein Debütalbum, was nicht wirklich gut und beileibe nicht schlecht ist. Jungen Bands muss man zugestehen, dass sie ihre Einflüsse noch ausleben und wenn es Bands sind, die es eh nimmer gibt, dann ist das eh nicht so schlimm. Nur sollte man diese Entwicklung irgendwann abbrechen und eigene Wege beschreiten. Subterfuge Carver versuchen dies jetzt schon teilweise und ziehen dadurch den Karren auch wieder aus dem Dreck. Ansätze sind sowohl songtechnisch, wie auch musikalisch vorhanden, also ist Talent da und nun muss dieses Talent bei den nächsten Releases, so Business will, auch weiter in den Vordergrund treten. Mir stellen sich noch minnigens zwei Fragen, warum ist da so ein komischer Piranha auf dem Cover und warum muss man einen schwurbeligen Hiddentrack haben, der die Spielzeit nur unnötig aufbläht und nach einigen Minuten nur noch langweilt ? Nichtsdestotrotz ist „Deathcore“ ein Album, das man ruhig mal antesten kann und wer Pantera mag, wird vielleicht auch seine Freude daran haben. Wenn man die Chance hat, die Jungs mal Live zu sehen, sollte man dies tun, denn dem Hören/Sagen nach haben sie da ihre eigentlich Stärke. Wer weiß….



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