Erscheinungsjahr
1988
Label
Enigma
Besetzung
Gesang/Gitarre: Michael Sweet
Gitarre: Oz Fox
Bass:Timothy Caines
Schlagzeug: Robert Sweet
Tracklist
1. In God We Trust
2. Always There For You
3. Keep The Fire Burning
4. I Believe In You
5. The Writings On The Wall
6. It's Up 2 U
7. The World Of You And I
8. Come To The Everlife
9. Lonely
10. The Reign
Datum: 03.11.2004 - Autor Jörg
Stryper waren und sind immer noch der Alptraum eines jeden coolen Metalers, der auf härtere Mucke abfährt. So eine peinliche Band wie Stryper hört man doch nicht und dann bekennen die sich noch offen zum Christentum. Nein, das geht nicht. So oder ähnlich habe ich früher auch immer gedacht, als ich im Laden vor den Platten der auffallenden US-Band stand. Aber mir fiel die Band immer wieder auf, egal ob nun auf Bildern in Magazinen oder durch Videoclips, vom Vorgänger-Album „To hell with the devil“ leifen öfters mal die Auskoppelungen in den Rocksendungen. Das Gelb/Schwarze-Outfit stach einfach ins Auge. Das damals neuste Werk „In God we trust“ war dann auch die erste Scheibe welche ich mir von Stryper zulegte und ich muss sagen es mundet mir noch bis heute. Sicher ist es eine der eher schwächeren Scheiben der Band, den an „Soldiers under Comand“ oder „Against the Law“ kann diese Scheibe hier nicht im Traum anstinken. Aber schon der Titelsong, welcher das Album bombastisch eröffnet ist ein Hammer. Das war damals eine teure Produktion, mit so vielen Chören und dem etwas polierten Sound, in Fachkreisen wird auch schon mal von „überproduziert“ gesprochen. „Always there for you“ wurde sogar als Single ins Rennen geworfen. In Europa kamen Stryper aufgrund ihres extremen Images nie so richtig an, aber gekannt hatte die Band wirklich jeder. Nur wussten die meisten Leute nicht wie die Mucke klang. Allen Voran war Sänger Michael Sweet, das Aushängeschild der Band, die glockenhelle und auch recht feminine Stimme ist schon was besonderes. Hinzu kommt noch die sehr geschmeidige Gitarre von Oz Fox, der zwar hier nicht mehr mit ganz so viel Biss spielt wie auf früheren Scheiben, mit seinen Solos aber immer noch raussticht.
Mir persönlich ist es Furzegal ob Stryper mit ihrer Jesus-Masche hausieren gehen und es ja so nervig ist, die Musik ist es was zählt und die halt gut. Auf „In God we trust“ finden sich zwar ein paar Ausfälle, die extrem kitschige Ballade „I believe in You“ zähle mal mit dazu. Dafür sind aber Uptempo-Songs der Marke „Come to the everlife“ oder „Keep the fire burning“ bestes Hardrockfutter. Ohne Frage sind andere Scheiben von Stryper mit mehr Biss bzw. mehr Metal –um es mal so auszudrücken, doch hat „In god We trust“ seinen Platz in der Diskographie der Band. Allein schon die Stimme ist ein Kauf auf alle Fälle wert.