Erscheinungsjahr
1990
Label
Enigma Records
Besetzung
Vocals: Michael Sweet
Guitar: Oz Fox
Bass: Tim Gaines
Drums: Robert "The Visual Timekeeper" Sweet
Tracklist
1.Against The Law
2.Two Time Woman
3.Rock The People
4.Two Bodies (One Mind One Soul)
5.Not That Kind Of Guy
6.Shining Star
7.Ordinary Man
8.Lady
9.Caught In The Middle
10.All For One
11.Rock The Hell Out Of You
Datum: 17.08.2005 - Autor Vince
1990 erschien das bisher letzte Studio Album der erfolgreichsten christlichen Metal Band aller Zeiten. 2005 wird das Jahr für „The Reborn“ sein, aber ich wende mich in dieser Review „Against the Law“ zu, auf dem „Stryper“ mit einem neuen Bad Boy Attitüde auffuhren. Die Band hatte anscheinend die Schnauze voll, von göttlichen Botschaften und widmeten sich textlich eher dem Thema „Women & Love“ zu, was allerdings von Hardcore Christen nicht positiv aufgenommen wurde. Nebst den Lyrics wurde auch der Stil leicht geändert, „Against the Law“ ist eine waschechte Hardrock Scheibe, außer zwei Songs drücken die Jungs eher auf die Bremse. Auch wenn mir der Original „Stryper“ Stil um einiges besser gefällt, klingen auch hier die Glocken. „Against the Law“ beginnt gleich mit dem Titeltrack, der für mich zu den schlechtesten Songs der Apostel zählt, der Groove ist wirklich grauenvoll. Mit „Two Time Woman“ setzt es zum Glück einen passableren Songs der dann aber vom langweiligen „Rock the People“ wieder nach unten gezogen wird. Wirklich gut gefällt mir das wunderbare „Two Bodies (One Mind One Soul) die Melodie ist brillant und der Gottgleiche „Michael Sweet“ singt vor allem beim genialen Refrain in einer mörderisch geilen Stimmlage. Was mich auf „Against the Law“ steht stört, sind die Lückenfüller, das Cover „Shining Star“ wäre nicht nötig gewesen oder das verspielte „Not that Kind of Guy“ das mich sehr an „Extreme“ erinnert. „Ordinary Man“ ist auch nur durchschnittlich, bei solchen Tracks schläft mir das Gesicht ein. Natürlich hat es auch ein paar Perlen auf der Platte, da wäre die zauberhafte Ballade „Lady“ die man damals auch auf MTV bestaunen konnte, das schnelle „Caught in the Middle“, der Ohrwurm „All for One“. Abgeschlossen wird „Against the Law“ vom härtesten „Stryper“ Song aller Zeiten: „Rock the Hell Out of You“ nennt sich dieser und oh jaaaa endlich wieder Teufelaustreiber Lyrics, das macht die Band halt so speziell und so soll es auch sein. „Rock the Hell Out of You“ ist ein echter Killer und es war ein Fehler der Band ihr Image zu ändern, es gibt einige Hammer Songs auf dem Album aber leider auch zu viele Tiefschläge. „Against the Law“ ist sicherlich ein Muss für „Stryper“ Jünger, auch Hard Rock Fans werden von einigen Songs begeistert sein, doch es ist trotzdem nicht das Wahre und auf jeden Fall das schwächste Album der White Metaller. Das erste mal seid Jahren zeigten sich „Stryper“ übrigens nicht mehr in „Black-Yellow“ Klamotten, sondern im edlen Schwarz, doch so richtig ernst nahm sie halt trotzdem niemand. Hoffen wir das „The Reborn“ an die alten Stärken anknüpfen kann. Trotzdem ein „Halleluja“ an alle „Stryper“ Huldiger.