Erscheinungsjahr
1989
Label
Warner Brothers
Besetzung
Gesang: Perry McCarty
Gitarre, Bass & Gesang bei „Women of 1000 Years: Steve Stevens
Schlagzeug: Thommy Price
Keyboards und Effekte: Phil Ashley
Tracklist
1.Atomic Playboys
2.Power of Suggestion
3.Action
4.Desperate Heart
5.Soul on Ice
6.Crackdown
7.Pet the hot Kitty
8.Evening Eye
9.Woman of 1000 Years
10. Run across the desert Sands (Instrumental)
11. Slip into Fiction
Datum: 24.05.2004 - Autor Jörg
Eine kleine Sensation war das erste Scheibchen des Ex-Billy Idol Gitaristen irgendwie schon. War Steve Stevens bei der band von Billy Idol doch eher die 2te Geige, und wenn wir ehrlich zu uns sind, die Musik von Billy Idol ist OK, aber haben wir uns nicht oft gewünscht das der Gitarrist mal so richtig abgehen könnte? Genau das passiert auf diesem Album, unterstützt von Sänger Perry McCarty (einigen wird diese Bombenstimme noch vom Warrior-Album „Fighting for the Earth“ bekannt sein) zieht Steve hier ein Feuerwerk des powervollen Hardrock ab. Ob nun fetzig wie im Opener, oder mal von Funk angehaut wie bei „Power of Suggestion“ oder auch gefühlvoll „Desperate Heart „. Alle Sparten des Hardrocksounds findet man hier wieder. Eine Coverversion hat man auch eingespielt und man verleiht „Action“ von SWEET eine eigene Note. „Crackdown“ geht volles Rohr in die Richtung Billy Idol los, nur fetzt man hier zwischen drin so richtig los. Einen Überflieger hat man sich mit den Songs „Souls on Ice“ (ein Hammer-Refrain den der Höher so leicht nicht wieder los wird) und das heiße „Pet the Hot Kitty“ (auch ein wenig Funk gibt es hier durch zu hören) aus dem Ärmel geschüttelt. Auf seiner eigenen Scheibe darf Steve, und das macht er ohne Rücksicht auf Verluste, zeigen was für ein brillanter Gitarrist er ist. Man sollte Billy Idol drei Mal am Tag vermöbeln, dafür das er seine arg mäßige Stimme so in den Vordergrund stellte und diesen Wahnsinnsgitarristen im Hintergrund versauern lies. Zum Glück erkannte ja ein gewisser Vince Neil das Talent von Steve Stevens und lies diesem auf seinem Solo-Album genauso wie hier an den Saiten zerren. Leute diese Killer-Scheibe warte in den Secondhandläden für wenig Geld auf euch, macht nicht den Fehler und lasst das Ding stehen. Auffällig ist die Scheibe ja, das Cover ist ein echter Gigger. Der Schweizer Künstler hat hier eine superbe Arbeit abgeliefert. Da wäre so manche Schwarzwurzelband neidisch drauf. Zum Song „Atomic Playboys“ gib es einen Videoclip der von der Atmosphäre und Stimmung her in etwas wie das Covergemälde gehalten wurde. Alles in Allem ein Album welches man sich als Gitarrenfreak gern anhört, aber auch einfach nur der guten Songs willen.