Erscheinungsjahr
2008
Label
Frontiers Records
Besetzung
Steve Lukather - guitar, vocals
Trev Lukather – guitars
Abe Laborial jr. - drums
John Pierce - bass
Leland Sklar - bass
Phil Soussan - bass
Steve Weingart - synth fills, synth solo
Jeff Babko - keyboards
Randy Goodrum - synths
Steve Porcaro - keys, orchestration and arrangement
Greg Mathieson - Hammond organ
Steve MacMillan- additional synths
Olle Romo- synths
Jyro Xhan- synths
Lenny Castro - percussion
Tracklist
1.Ever Changing Times
2.The Letting Go
3.New World
4.Tell Me What You Want From Me
5.I Am
6.Jammin´ With Jesus
7.Stab In The Back
8.Never Ending Night
9.Ice Bound
10.How Many Zeros
11.The Truth
Datum: 29.02.2008 - Autor Claudio
Kinners, was soll ich euch sagen? Ich mag Toto, ich bewundere Steve Lukather für die Fähigkeiten einer der besten Gitarristen der Welt zu sein und auch noch richtige Songs schreiben zu können. Aber ein Soloalbum? Ein Hort bösartigen Gedudels und affektiertester Selbstdarstellung, das versprach Strafe für meine geplagten Gehörgänge zu sein. Schweißgebadet habe ich mich dann „Ever Changing Times“ zugewandt. Glücklicherweise wurde mein arg schwarzes Bild, welches ich vorher hatte schnell in nichts aufgelöst, denn endlich findet Steve Lukather mal wieder als Sänger statt und genau das ist der Punkt, in dem meine Stimmung wieder in Bewunderung umgeschwungen ist. Er singt gut, er singt richtig gut. Von einem inzwischen „Reiferen“ Gitarrenheroen hätte ich diese Gesangstimme nicht erwartet. Er singt nicht hoch, er singt nicht tief, sondern ganz einfach angenehm, Seine Stimme passt sehr gut zu den Songs, bei denen er diesmal nicht so sehr auf Experimente gesetzt hat, außer bei dem ein wenig funkig, wirrem „Jammin With Jesus“. Zumeist bewegt er sich in der Schnittmenge von Toto und etwas härteren Vertretern der AOR/Melodic Rock Schiene. Manchmal bewegt er sich sogar zu sehr auf dem Terrain, das eigentlich seine Hauptband beackert. „The Letting Go“, so schön der Song auch ist, hätte durchaus seinen Platz auf einem Toto Album finden können, denn er beinhaltet alle Trademarks eines Songs der Melodic/Pomp Legende. Ruhige, träumerische Melodielinien, ein unaufdringlich shuffelndes Schlagzeug, Klavier/Keyboardeinlagen und natürlich die Gitarre. Das er auch anders kann beweist Steve spätestens mit „Tell Me What You Want From Me“, das einen musikalisch derart fulminanten Chorus hat, der beinahe in Metalsphären schießt und dadurch die gesamte musikalische Bandbreite des Könnens dieses Musikers zeigt. Leider sind eigentlich zuwenig Songs dieser Güte auf „Ever Changing Times“, denn wie bereits gesagt, bewegt er sich zu oft auf den Pfaden von Toto und das wird schnell ein wenig fade, auch wenn sich immer wieder zeigt, dass ein Megagitarrist auch im Dienste des Songs arbeiten kann und nicht anders herum. Ganz einfach ausgedrückt, Fans von Toto und softerem AOR sollten „Ever Changing Times“ mal antesten, Gitarrengott Alleskäufer kaufen eh alles und ansonsten ist wirklich der Versuch das, was klug macht. Natürlich hat ein Musiker wie Steve Lukather unglaublich viele Freunde und davon auch ne Menge auf „Ever Changing Times“ versammelt, aber das besondere an diesem Album wird wohl die Tatsache sein, dass auch die Familie, in Person von Steves Sohn Trevor, der zwei Songs mit komponiert hat , und sein Töchterlein hat auf einem Song gesungen. Also nicht nur alte Freunde auch eine Art Familienausflug, aber wann sieht man Papi auch mal, wenn er mit Toto um die Welt jettet.