Stephen Pearcy - Stripped
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2006
Label
Sidewinder Rec.
Besetzung
Stephen Pearcy – Lead Vocals, Acoustic Guitar
Erik Ferentinos – Acoustic Guitars, Background Vocals
Frank Wilsey – Acoustic Guitars
Chuck Wright – Bass, Background Vocals
Scott Coogan – Drums
Scott Breadman – Percussion
Teddy “Zig Zag” - Harmonica
Erik Ferentinos – Acoustic Guitars, Background Vocals
Frank Wilsey – Acoustic Guitars
Chuck Wright – Bass, Background Vocals
Scott Coogan – Drums
Scott Breadman – Percussion
Teddy “Zig Zag” - Harmonica
Tracklist
1.Slip Of The Lip
2.Back For More
3.Way Cool Jr.
4.Lovin´ You´s A Dirty Job
5.Lay It Down
6.You´re In Love
7.Mother Blues
8.You Think You´re Tough
9.Wanted Man
10.Bring It On Home
11.Oh Well
12.Round & Round
2.Back For More
3.Way Cool Jr.
4.Lovin´ You´s A Dirty Job
5.Lay It Down
6.You´re In Love
7.Mother Blues
8.You Think You´re Tough
9.Wanted Man
10.Bring It On Home
11.Oh Well
12.Round & Round
Datum: 15.06.2006 - Autor Psychobimbo
Klar wurden die Nummern nicht für die Lagerfeuergitarre geschrieben aber hier funktionieren die Songs im Vergleich zu den Industrial Remixen erstaunlich gut. Die Begleitband Ratt Bastards machen ihren Job sehr souverän und die zweckdienliche und authentische Produktion und Aufnahmequalität haben das Knistern im Key Club (eine Sunset Strip Legende) authentisch eingefangen. Man kann quasi den billigen Whiskey und den Zigarrenmief riechen.
Das die Publikumsrekationen so auf den Silberling gelandet sind wie sie waren verleiht dem Tondokument ein zusätzliches Echtheitszertifikat. So weit so gut aber was ist mit Stephen selbst? Mit ihm steht und fällt die ganze Geschichte.
Stephen ist einfach nur er selbst. Ein dreckiger, alternder Mann der noch seinen schmierigen Hollywood und Hardrock Träumen nachhängt.
Logischerweise hat er nicht mehr die Stimme wie in seinen Zwanzigern aber das ist bei einer Darbietung in diesem Rahmen auch nicht von Nöten.
Er nöhlt sich einen runter als wäre sein letzter Schnaps bereits eingeschenkt und seine lüsternen und anzüglichen Kommentare zu den Songs lassen einen Geist von Verwegenheit durch den Raum ziehen.
Wenn Stephen einen Song übers Ficken singt dann sagt er das heute im Vergleich zu früher auch so an und verpackt die Sache nicht mehr in blumige Bilder.
So ertappt man sich bei den Ansagen öfters dabei den Kopf zu schütteln und sich angewidert die Koteletten Geradezuzupfen denn hier wird der amerikanische Traum im Tequila ertränkt. Teilweise ist es schon bald so als hört man seinem Dad dabei zu wie er erzählt als er Mutti das erste Mal bestiegen hat. Genau so soll und muss Stephen heute funktionieren um nicht vollends zu Schatten seines Selbst zu mutieren.
Das Programm besteht nicht nur aus Ratt Songs sondern auch die Arcade Ballade „Mother Blues“ und Led Zeppelin („Bring It On Home“) und Fleetwood Mac („Oh Well“) müssen dran glauben, bzw. runden die Scheibe auf ein angenehmes Hörvergnügen ab.
Die Aufmachung wirkt zwar wieder arg Low Buget aber was anderes hat wohl niemand erwartet. Damit sollte das Kapitel Ratt für Stephen und die Fans nun geschlossen sein denn einen weiteren Silberling mit altem Material braucht kein Schwein. Was guckt ihr? Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.





