Space Age Playboys - Live in London

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1999

Label
Dream Catcher

Besetzung
Johnny Jetson – Inteerplanetary Ambassador Of Rock / Guitars
Kory Clarke – Explosion Of The Supernova / Vocals
Steve “13” Deluxe – Does The Sonic Boom / Drums
Riley Baxter – Star Trippin´ In The Blown Zone / Bass

Tracklist
1.It´s Time To Party
2.Rocket Girl
3.Jets
4.I Want Some Pussy
5.Tokyo Girls
6.Cities, Scenes & Thieves
7.Band Gets High
8.Phaze Out
9.Rock ´n´ Roll Limo
10.All That Glitters

Datum: 21.08.2006 - Autor Psychobimbo
Kory Clarkes kurzlebiges Prä-Warrior Soul Project wartete schon nach dem Debut mit einem frechen Livealbum auf welches die Space Age Playboys noch rotziger und rauer presentiert als der Erstling.

Der Name ist Programm und auch live wurde der Nu-Glam-Rotzrock-Punk Zwitter galoppierend gegen den Strom gehetzt. Die Produktion ist wie vorherzusehen absolut Low-Budget aber das raubt dem Livedokument keineswegs die Kraft. Im Gegenteil autentiziert der rohe Sound noch die rebellische, aufrührerische und Party-bis-zur-Selbstzerstörung-Orgie.

Kory ist eben einer der wenigen Künstler und Musiker die wirklich in jeder Stilistischen Schublade zu Hause sind, ehrlich wirken und straightes Zuordnen ad Absurdum führt.

Musiker die gleichermaßen Soziale Missstände anprangern und „I Want Some Pussy“ singen können kann man vor allem heute an einer Hand abzählen und das macht auch den Reiz dieser krachigen Livescheibe aus. Dabei unterstützen die beiden neuen Songs „It´s Time To Party“ und „All That Glitters“ noch den wüsten Unterton der die Space Ager zu den zaubertrankgestärkten Galliern des Partyrocks machen.

Hat er Warrior Soul noch den Weg für die einsetzende Grungeära geebnet ohne in dessen widerliche Heulplattituden zu verfallen so vermischt er mit den Playboys kunterbunte Rockakzente ala Sweet und Slade mit dem brachialen 70er Punk der Marke Sex Pistols und Co. Das ganze noch mit einem guten Schuss modernen Heavy Metal versetzt und fertig ist die Schablone für den sogenannten Rotz-Rock der Ende der 90er bis heute schon so manchen Springerstiefel aufgearbeitet hat.

Wer also gern schwitzige Hallenwände ableckt, sich das Blut mit Gift verunreinigt, im Vollsuff gern mit hübschen Damen tanzt und in den 90ern nicht die Balance gefunden hat der sollte sich das Album bei Plattendealer seines Vertrauens bestellen. Besser waren die Backyard Babies und Konsorten auch nie und deren Material verkauft sich ja wie geschnitten Brot.

Auch um den Dreh von Warrior Soul zu Dirty Rig besser nachvollziehen zu können ist auf die Scheibe angewiesen, denn sie hat vieles von dem kaputten Charme der die Rigger auszeichnet vorweggenommen.







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