Southern Cross - Rise Above

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Thundering Records / Twilight Distribution

Besetzung
Gitarre/Gesang : David Lizotte
Gitarre : Olivier Perrier-Maurel
Bass : Jean-Francois Boudreault
Keyboard/Piano : Jean-Benoit Lemire

Tracklist
1.You Shall Be Damned
2.Never Dare Say
3.Fallen
4.Pale
5.The Third Gate
6.This World Was Just A Dream
7.By The Hand Of Fate
8.Rise Above

Datum: 21.09.2007 - Autor Claudio
Power Metal! Das ist die Selbstbeschreibung der Musik, die die Kanadier Southern Cross auf ihrem Debüt „Rise Above“, 2004 ist schon eine sebstbetitelte EP selben Namens erscheinen, doch nur ein Song („Never Dare Say“) ist auch auf dem Album vorhanden, dem geneigten Ohr vorlegen. Welcher Power Metal denn? Der, den Vicious Rumors und Jag Panzer seit Jahrzehnten propagieren, oder den europäischen Stil a lá Stratovarius oder Hammerfall? Scheinbar sind sich die Kanadier in diesem Punkt auch nicht wirklich einig, denn sie bedienen sich bei beiden Lagern und versuchen daraus ihr eigenes Süppchen zu kochen. Dies gelingt mal mehr, mal weniger.

Vielleicht liegt es an der geographischen Lage, aber gerade in den Songs, die ich eher dem amerikanischen Stil zuschreiben würde, wie zum Beispiel „Pale“, zeigen die Jungs ihre Stärken, aber wenn sie in europäischen Gefilden wildern, man höre den Opener „You Shall Be Damned“, geht der Schuss nach hinten los. Was im Besonderen auch an der Stimme von David Lizotte liegt, die sich in den mittleren Tonlagen am wohlsten fühlt und bei höheren Tönen arg limitiert und gezwungen wirkt. Auch der andauernde Einschub von Double Bass wirkt oftmals ziemlich nervig, weil die Strukturen zerrissen und Spannungsbögen rüde unterbrochen werden. Gerade bei den zusammengehörigen Songs „This World Was Just A Dream“ und „By The Hand Of Fate“ ist diese Tatsache mehr als auffällig. Die getragene, melancholische, an europäischen Prog Rock und Dream Theater erinnernde Stimmung wird immer wieder durch die Double Bass zerhackt. Verschiedene Stimmungen Emotionen kann man auch anders wieder geben und muss nicht wahllos drauflos ballern.

Alles in allem ist „Rise Above“ ein nettes Debüt guter Musiker geworden, die viele Stärken haben, aber an diesen noch arbeiten sollten und bestimmt auch werden. Von Newcomern mag ich im Falle von Southern Cross nicht reden, da sie schon seit dem Jahre 2000 existieren und in Kanada bereits mit Stratovarius, Edguy und Yngwie J. Malmsteen gespielt haben, was den europäischen Einschlag natürlich erklärt. Ich bin gespannt, wie es mit den Jungs weitergeht, da Talent und Willen definitiv vorhanden sind, nur leider nicht immer und bei jedem Song zum Vorschein kommen. So ist „Rise Above“ in meinen Ohren ein Album, das zwar engagiert, aber nicht herausragend ist, aber gerade Mittelmass sollte niemals ein Ziel sein. In diesem Sinne…..









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