Soul Doctor - For a fistful of Dollars

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2005

Label
Frontiers

Besetzung
Gesang: Tommy Heart
Gitarre: Chris Lynne
Bass:Jogy Rautenberg
Schlagzeug: Mario B.

Tracklist
1.Eatin´on me
2.Best way to fade
3.Under your Skin
4.Remember
5.Where do we go
6.Ten second to love
7.She´s mine
8.The Trigger (Goin´downhill)
9.Give me a ride (The Ride)
10.Cheap down&Nasty

Datum: 26.11.2005 - Autor Jörg
In etwa nach der Devise: Manchmal kommen sie wieder, auch wenn sie noch nicht wirklich lange weg waren. So kann man das erneute Auftauchen von Soul Doctor beschreiben. Vor einiger Zeit ging es rum das die Doktoren, nach 2 superben Alben (Soul Doctor -2001 und Systems goes Wild -2002) die Praxis schließen. Ich fand es Schade, denn gerade die 2te Scheibe hatte es gewaltig in Sich. Nun ist es Ende 2005 und der Doktor ist wieder da. Mit leicht veränderten Line-Up, der Posten am Bass ist nun mit Jogy Rautenberg besetzt und auf die Drums haut nun Mario B. Bleiben also noch Sänger Tommy Heart und Klampfer Chris Lyne, welche ja mitunter die Hauptsongwriter von Soul Doctor waren. „For a fistful of Dollars“ jagt mir mit „Eatin´on me“ eine Riesenschrecken ein. Beginnt der Song mit hochmodernen Drumsamples, so das ich zum CD-Player stürze um mich zu versichern das ich auch die richtige CD eingelegt habe. Doch kaum die Hand zur Auswurftaste gestreckt, ertönt das Organ von Tommy Hart und Chris Lyne rockt mit strammem Riff los. Also, doch Soul Doctor, so etwas möchte ich nicht noch einmal hier erleben. „Under your Skin“ oder „Best way to fade“ sind dann wieder Soul Doctor-Stoff pur und treiben den Rock´n Roll-Faktor in die Höhe. Um es gleich zu sagen, Soul Doctor schaffen es mit „A fistful of Dollars“ nicht, den Überflieger „All Systems go“ zu übertreffen und auch nicht gleich zu ziehen, doch so gut wie das Debüt ist die neue CD alle Male.

Mir fällt auf, das Soul Doctor abwechslungsreicher als früher zu Werke gehen, es finden sich bei einigen Liedern, hier und da Instrumente, welche ich nicht erwartet hätte. Wie etwa die Horns bei "Ten Seconds to Love". Nö, nix Mötley-Coversong. Auch die schöne Akustik-Ballade „Cheap down& Nasty“ hatte ich nicht auf der Rechung. Soul Doctor mal ganz ohne Stromverstärkten Rock, passt auch recht gut. Balladen gab es ja schon immer, dann aber doch in dem Gewand, wie das fantastische „Remember“.

Waren die ersten beiden Soul Doctor-Scheiben in meinen Augen eher Voll-Gas-Scheiben, so setzten sie auf dem neuem Album, mehr auf Abwechslungsreichtum und lassen oft eine Hammondorgel, wie bei „Where do weg o“ erklingen und rocken sich so nicht ganz so straight, aber ausdauernd in dein Ohr. Für eine Handvoll Dollar könnt ihr euch diese CD zulegen und euch an einer der tollsten deutschen Band erfreuen.







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