Soul Doctor - Blood Runs Cold

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
metal heaven

Besetzung
Gesang: Tommy Heart
Gitarre: Chris Lyne
Bass: Joggy Rautenberg
Schlagzeug: Michael Wolpers

Tracklist
1. Blood runs cold
2. Temptation
3. Laugh in the face of Danger
4. F.A.F.O.D.
5. Touch of Love
6. The Ocean
7. The Lie
8. Revolution
9. Justine
10. Mr. Youngblood

Datum: 18.09.2007 - Autor Jörg
VÖ: 28.09.07

So lobe ich mir das. War ich persönlich vom letzten Soul Doctor „For a fistful of Dollars“ vor gut 2 Jahren nicht so Hundertprozent angetan wie sonst üblich. Ich weiß nicht genau was mich da störte, aber auf jeden Fall wanderte die CD sehr schnell ins Regal und blieb auch dort. So kommen die Berliner Vollblutrocker nun mehr mit ihrem 4ten Album und neuen Label daher. Ich nehme es vorweg „Blood runs Cold“ hat mich ähnlich schnell begeistert wie seinerzeit der Überflieger „Systems go wild“.

Die Band (bzw. Sänger Tommy Heart und Gitarrist Chris Lyne) hat wieder mal selber produziert und sich voll auf ihre Stärken konzentriert -nämlich purer und harter Rock´n Roll. Sofort der kernige Opener „Blood runs cold“ macht dir klar das Soul Doctor voll da sind und ihren Hardrock mit jeder Note leben und lieben. Das pumpende „Temptation“ lässt dich lässig mit dem Kopf mitnicken und hier fällt zum ersten Mal der etwas stärkere Led Zeppelin-Touch auf, der jetzt mit in die Musik eingeflochten wurde. Ob nun bewusst oder nicht, es steht den Doctors echt gut. Das schlägt sich vor allem in so tollen ruhiger angelegten Mega-Songs wie „The Ocean“ nieder, das Lied ist ein Gänsehaut-Kandidat. Kann natürlich sein das dieser Touch bei Soul Doctor schon immer da war, doch fällt er hier beim neuen Album schon sehr auf. Es gibt da ja auch durchaus schlechtere Komplimente welche man einer Band machen kann, als wie die spürbare Nähe zu Led Zeppelin.

Mit „Touch of Love“ haben Tommy Heart und seine Band wieder einmal eine Fremdkompostion auf ihrer Platte und das aus der Feder von Glenn Hughes und Joe Lynn Turner stammende Lied passt einfach fantastisch auf die CD.

Gerade bei den etwas härteren und rockigeren Liedern kann sich Axe-Man Chris Lyne so richtig austoben und das volle Brett fahren. Hier kann man sich das Cover mit den blutenden Fingern eines Gitaristen so richtig gut bei vorstellen. Bis die Finger blutig sind wird hier gerifft und gerockt.

Hardrock-Fans ich sage euch mit „Blood runs Cold“ kommt einer der besten CD in diesem Jahr, was den Hardrock-Sektor angeht, auf euch zu. Warnt schon mal die Nachbarn vor wenn ihr solche Knaller wie „Laugh in the Face of Danger“ oder „F.A.F.O.D.“ regelmäßig auf 10 abspielen werdet. Gerade „Laugh..“ hat eine charmanten und unwiderstehlichen Groove.

Ausfälle braucht man auf „Blood runs Cold“ keine suchen, die Lieder stehen alle da wie eine Eins und rocken sich ins Gedächtnis.

Schöne Sache dass sich Soul Doctor wieder einmal zu einem echten Killer-Album haben hinreißen lassen und uns eine Hardrockscheibe mit viel Blut, Schweiß und Leidenschaft eingerockt haben.

Sammler und Die-Hard-Fans der Berliner sollten sich die Diggipack-Version des Albums besorgen dort soll noch ein 10-Minuten-Cover-Medley von Led Zeppelin-Hits als Bonus die Runde machen.



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