Sodom 2 - Same

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
SPV

Besetzung
Bass & Vocals : Tom Angelripper
Guitars : Bernemann
Drums : Bobby

Tracklist
1. Blood on your Lips
2. Wanted Dead
3. Buried in the Justice Ground
4. City of God
5. Bibles and Guns
6. Axis of Evil
7. Lords of Depravity
8. No Captures
9. Lay Down the Law
10. Nothing to Respect
11. The enemy inside

Datum: 17.06.2006 - Autor Rene
Uns wurde in letzter Zeit im Gästebuch vorgeworfen, dass wir uns nicht mehr so oft um Sleaze Bands konzentrieren. Und das nehmen wir uns natürlich zu Herzen. So hab ich mal in einem Online Wortbuch den Begriff "Sleaze" nachgeschaut und bin auf folgendes Ergebnis gestoßen: "anstößig", "schäbig", "schmutzig", "vulgär". Nicht gerade positive Attribute für unsere geliebte Musik. Demzufolge hab ich mal eine Liste von Bands gemacht die diesen Eigenschaften am meisten entsprechen und habe meine Rock-Hard Sammlung nach entsprechenden Fotos durchforscht. Dabei bin ich nach stundenlangem Suchen auf ein Promofoto der Band "Sodom" gestoßen. Tom Angelripper mit seinen langen ungewaschenen Haaren und seine beiden Mitmusiker sahen aus wie gerade aus dem Knast getürmt. Also sleaziger kann man wohl nicht aus der Wäsche kucken dachte ich mir, und so muss auf dieser Seite endlich wieder mal ein Sodom Review her. Es gab auf unsere Seite zwar bereits eines, aber diese Platte (Percecution Mania) hat bereits schon fast 20 Jahre auf dem Buckel. Also hab ich mir das allerneuste der Band zugelegt, aber nicht unbedingt weil ich ein großer Fan der Truppe war, nein, mein letztes Sodom Album war eine Mini-CD mit einer Coverversion vom Udo Jürgens Klassiker "Aber bitte mit Sahne" und auch die ist nicht mehr ganz neu. Außerdem hab ich mit schrecken festgestellt das eines der besten Songs auf einem Heftsampler vom letzten Monat das Lied "Buried in the Justice Ground" war. Dabei hab ich immer gedacht dass Sodom dumpfbackigen Thrash produzieren, aber dieses Lied hat mich echt aus den Socken gehaut. Die Gitarrenarbeit war ja schon fast auf Megadeth zu Hangar 18 Zeiten Niveau und auch der Gesang war recht melodiös.



Nun hab ich also das dazugehörige Album gekauft, und muss leider sagen dass ich nach x-maligem Hören nicht so recht begeistert bin. Nun ja, der erste Song "Blood on Your Lips" fängt ja schon ganz gut an, coole Riffs und jede Menge Geratter zum Abbangen. Und auch das eben schon erwähnte "Buried in the Justice Ground" ist echt geil. Hie und da mal ein paar wirklich gute Ansätze, aber im großen und ganzen herrscht die Thrashkeule, und die Songs gehen leider etwas unter. Tom Angelripper schreit wie ein Geistesgestörter. Dabei hab ich mich so auf Songs wie "Axis of Evil" und "Bibles and Guns" gefreut, denn das sind Titel die eindeutig auf die US Rednecks und Bush Administration zielen. Wie dem auch sei, dieses Review ist übrigens nicht für die Sodom Maniacs geschrieben, denn die haben sich die Scheibe eh schon zugelegt und feiern sie entweder ab oder lästern dass die letzten Scheiben besser waren, oder dass eh nur die Agent Orange und andere Uraltscheiben gut sind. Ich wollte bloss ein neutrales Review um die Frage zu beantworten ob auch nicht Sodom oder Thrash Fans eventuell gefallen finden an dieser Platte. Die Antwort ist Jein.



Das Artwork ist im schwarzen Kartonschuber edel aufgemacht, der "Knarrenheinz" (das Bandmaskottchen) kommt erst im inneren Teil der CD zum Vorschein, und sieht aus wie ein Musiker der Band Lordi im Irakurlaub. Trotz all dem Gemotze ziehe ich meinen imaginären Hut vor Sodom, denn eine Band die so lange durchhält verdient einfach Respekt. Deshalb 7 neutrale Punkte inklusive Sympathie-Bonus.





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