Smack - Radical

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1988

Label
CBS

Besetzung
Gesang:Claude
Gitarre:Rane
Gitarre:Manchuria
Bass:Jimi
Schlagzeug:Kinde

Tracklist
1. Set Me Free 4:44
2. I Want Somebody 3:36
3. Wild Little Sister 4:43
4. Mad About You 3:10
5. You're All I Have 3:06
6. Mad Animal Shuffle 3:32
7. Street Hog Blues 3:23
8. Wonderful Ride 3:38
9. Strange Kinda Fever 3:27
10. Russian Fields 4:52

Datum: 16.07.2006 - Autor Jörg
Aus Finnland kommen Smack und werden ähnlich wie Hanoi Rocks als Ur-Väter des Sleaze-Rocks gehandelt, zu mindest für den der seine Roots in Europa hat, doch auch viele US-Bands sind sicherlich von Smack beeinflusst worden.

Den Bannamen hat sicher jeder schon Mal irgendwie und irgendwo in einem Zusammenhang gehört, zumindest dies Album hier recht geläufig. „Radical“ erschien 1988 und ist, soweit ich das in Erfahrung bringen konnte, die letzte von insgesamt 4 Studio-Veröffentlichungen. Es soll zudem noch eine weitere Scheibe mit dem Titel „Live Desire“ geben. Rauer, erdiger und trockener Sleazerock wird uns hier geboten. Das Album ist für meinen Geschmack sicher nicht das was ich als eingängig bezeichnen würde, ich brauchte schon einige Wochen um mich endgültig für den Schweine-Rock von Smack zu begeistern. Doch hat es erst mal gefunkt, dann liebt man diese Scheibe. Vom Opener „Set me free“ an, der Song muss damals irgendwie als Single oder so gelaufen sein. Es kommt mir so dermaßen bekannt vor. „I want Somebody“ steht Gewehr bei Fuß und treibt den Adrenalin-Spiegel noch weiter in die Höhe. Bei den Riffs spürt man den Schweiß und Dreck der Gitarristen richtig. „Radical“ ist eine Scheibe wie eine Achselhöhle im Hochsommer, schmierig, müffig und irgendwie ein wenig unappetitlich. So kann man Sleazerock auch auf den Punkt bringen, besonders wenn es so schweinisch, schleppende Blues-Rock-Stücke wie „Wild Little Sister“ hat, welche sich unaufhaltsam in dein Ohr bohren und dir unwillkürlich das Gefühl geben, es muss heute noch was passieren. So nach dem Motto, ich muss raus, trinken, rocken, ficken oder am besten alles auf einmal.

Herzlich Willkommen in der wunderbaren Welt des Sleazerocks, kann ich da nur sagen. Wenn ihr irgendwie die Chance habt sucht einfach nach „Radical“ und lasst euch auf ein wenig Schweinigel-Musik ein.

Smack verarbeiten die Einflüsse von The Stooges, T.Rex, den Rolling Stones und David Bowie, drehen das Ganze durch den Wolf und fertig sind die „neuen“ Helden der Sleaze´n Glam-Ära der 80ger. Allein der „Street Hog Blues“ oder „Strange kinda Fever“ gehen mir heute noch so unter Haut das ich kaum ruhig sitzen kann und hier die Zeilen vernünftig in den Rechner zu hacken.

„Mad about you“ ist der heimliche Favorit von mir und ich frage mich gerade warum ich damals immer an den Smack-Scheiben vorbeigegangen bin und der Band nie ein Ohr geschenkt habe. Aber ich war ja sicher nicht der Einzige der sich heute noch in den Hintern beißen könnte, weil man „You´re all i have“ nicht damals kannte, als einem die erste Freundin verlies.





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