Slutfreax - Down´n Dirty

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2005

Label
Atomic Symphony

Besetzung
Gesang: Mark Städtler
Gitarre: Gerrit Carstens
Gitarre: Don Roncito
Bass: Andreas Baumgart
Schlagzeug: Jens "Slutty" Wischer

Tracklist
1.Sucker
2.Rebel without a Cause
3.Promised Land
4.Love your Sin
5.Marilyn´s Dream
6.Come out-Get Here
7.Bitter Pill
8.Baby, I don´t Care
9.Tear you Down
10.Wine, Woman and Song
11.Tonight
12.Volume 10

Datum: 04.11.2005 - Autor Jörg
Vor einigen Tagen hatte ich eine E-Mail vom Slutfreax-Sänger Mark Städler erhalten und er stellte mir seine Band vor. Da es sich bei der Hamburger Band um Sleazerock handeln sollte, lies ich mir das Album „Down´n Dirty“ schicken, weil der Underground sollte schon unterstützt werden. Als ich das erste Album von Slutfreax dann erhielt, stach natürlich erst einmal das Cover ins Auge und mit Vorfreude legte ich die CD ein. Uff, das ist aber doch recht hart und metalisch was der Opener „Sucker“ da an Riffs auffährt. Das Rocken haben die Fünf Hanseaten auch raus, das beweißt der nächste Song „Rebel without a cause“. Doch Sleazerock stelle ich mir ein wenig anders vor, die Stimme von Mark Städler gehört sicher in diese Genre, schön dreckig und ein wenig kreischig. Hat für mich ein wenig Ähnlichkeit mit Rob Nasty (Loud´n Nasty). Doch was hier an Riffs dröhnt ist schon recht Metal-mässig, hier und da erinnern mich Slutfreax an Accept oder auch etwas Mötley Crüe (in der von mir ungeliebten Phase der "Generation Swine"), mal eine grobe Richtung vorzugeben. Um im eigenen Land zu bleiben fallen mir Soul Doctor ein, die sich mit Slutfreax vergleichen lassen könnten. Ist doch nicht schlecht. Weil diesem Sound, bin ich nicht angeneigt. Obwohl ich Anfangs ein klein wenig entäuscht war, doch das legte sich schnell wieder.

Jetzt habe ich mich einige Tage lang mit der CD beschäftigt und komme zu dem Schluss das die Slutfreax ein solides Hardrock-Album eingespielt haben, wo ich aber hier und da ein wenig die Eingängigkeit vermisse. Sicher hat der Refrain von „Promise Land“ und „Marylin´s Dream“ Ohrwurmqualitäten. Doch gerade der erste von mir angeführte Song, wird in den Strophen von arg abgehackten Riffs begleitet, das dauert es bis die Lieder richtig greifen. „Down´n Dirty“ ist auf alle Fälle keine CD für ungeduldige Leute, ihr solltet euch schon ein paar Runden mit der Scheibe gönnen. Insgesamt gesehen haben Slutfreax schon alles richtig gemacht, denn die spielerischen Fähigkeiten gibt es nicht zu bemängeln, aber der eine oder andere Smasher hätte es hier gebraucht. Ist sicher nicht der einfachste Weg welchen die Band hier wählt. Gegen Ende der Scheibe wird aber einiges an Fahrt aufgenommen und etwas lockerer gerockt.

Für Glamrocker ist die Mötley Crüe-Coverversion interessant, auch hier greifen Slutfreax nicht zu gängigen Gassenhauern, sondern greifen sich den Song „Bitter Pill“ (der das erste Mal auf dem „Greatest Hits“-Album stand). Der Song ist eine recht clevere Wahl, da er doch recht gut zum Band-Sound passt und mir beim ersten Male gar nicht als Fremdkomposition aufgefallen ist.

„Down´n Dirty“ ist eine CD welche eine solide Band aus dem deutschen Underground in einem guten Licht zeigt. Einige Sachen könnten meiner Meinung nach noch geändert werden, Hooklines die richtig fesseln, aber noch ist kein Meister vom Himmel gefallen.

Schaut bei www.slutfreax.com vorbei und bildet euch ein eigens Bild, reinhören lohnt sich auf jeden Fall.







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