Slunt - One Night Stand

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
2006 Repossession Records

Besetzung
Gesang/Gitarre: Abbey Gennet
Gitarre: Pat Harrington
Bass: Jehn Kobran
Schlagzeug: Charles Ruggiero

Tracklist
1.When you like it
2.Mr.One Night Stand
3.Lost Girl
4.Absinthe in Munich
5.Dirty Blonde
6.Need you tonight
7.Here to Rock
8.Over it
9.Don´t care
10.Give your Love
11.Push

Datum: 09.10.2006 - Autor Jörg
Slunt, woher kenn ich den Bandnamen? Hm, nicht nur das die Band schon mal als Vorband von Motörhead unterwegs war. Nein, jetzt fällt es mir ein, ich war schon Mal auf deren MySpace-Profile. Da ist mir aber nur in Erinnerung geblieben das es da unheimlich viele Bilder mit Slunt-Aufklebern auf diversen Busen gibt. Keine schlechte Werbung würde ich meinen. Auch die Kombination der Band, von 2 Männer und 2 Damen kommt uns doch bekannt vor. Nashville Pussy ick hör dir trapsen, nur bei Slunt singt eines der Mädel. Die springt aber auch optisch ins Auge, wenn ich das mal so chauvinistisch sagen darf. Darf man sicher, denke das Abby Gennet schon ganz andere Sachen zu hören bekommen hat.

Aber junge Dame, darf ich ihnen mal sagen dass sie verdammt nach einer gewissen Mia Coldheart klingen. Ich dachte erst unser aller Schweden-Schnuckel ist wieder auf Gast-Reise unterwegs.

Kommen wir mal von den Mädels weg. Ja, ich hör schon wieder alle: Schade brüllen. Macht den Hosenstall mal wieder zu und widmet euch der Mucke. Die ist feiner Rock´n Roll der dreckigen Art. Nicht ganz so wüst wie der von Nashville Pussy und nicht ganz so Sleaze-Metal wie Crucified Barbara, aber irgendwo dazwischen. Ist doch mal recht interessant was die hier zusammen Slunten, hehe.

Ein wenig langen Atem muss man schon haben um sich mit „One Night Stand“ anzufreunden, denn nach einer Nacht oder Durchlauf, funkt es noch nicht mit dem gemischten Doppel.

Da brauchste schon mal ein wenig Geduld. Doch dann kommt es langsam, erst fängt man an mitzuwippen. Dann werden Songs wie „Mr. One Night Stand“ oder „Absinthe in Munich“ kleine Ohrwürmer und laden zum rocken ein. „Dirty Blonde“ hat mit seiner strangen Melodie ein gewisses Etwas, das man nach einiger Zeit richtig gut findet. Hey, die Melodie welche am End kurz angerissen wird ist von einem alten Maiden-Song. Haben die Vier doch auch noch guten Geschmack, hehe.

Slunt können mit ihrer neuen CD einiges an Sympathien gut machen. Das Album „One Night Stand“ kann man sich gut reinfegen.

Kritik an der Scheibe würde ich mal da ansetzen, das Slunt in der Mitte des Albums ein wenig zu sehr auf Mid-Tempo und getragene Songs setzen. So was wie „Need you tonight“ hätte man besser ein wenig weiter hinten platzieren können. Dadurch schleicht sich ein wenig Langatmigkeit ein. Eine schlechte Nummer ist der Song aber deswegen nicht, tolles Saxophon-Solo am Ende, bringt mich wieder auf den Ausdruck Puffatmosphäre.

Ich hätte da eher mal so ein wenig Kick-Ass-Rock wie „Here to Rock“ zwischen die beiden langsameren Songs gemischt. Aber was weiß ich schon.

Ich weiß zumindest dass ich mit dem neuen Slunt-Album recht gut leben kann. Macht mit der Zeit echt Spaß und ist guter Rock´n Roll. Slunt sind übrigens aus New York, ich habe die Band seltsamerweise auch sofort in die Schweden-Schublade gesteckt.







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