Skew Siskin - What the Hell

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1999

Label
SPV

Besetzung
Gesang – Nina C. Alice
Rhythm, Lead und Solo Gitarre – Jim Voxx
Bass – Jogy Rautenberg
Schlagzeug – Crash Klick

Tracklist
1. Spend The Night With Me
2. Life´s A Bitch
3. Sex, Love, Dance, Music
4. Ace Against The Jack
5. Shoot Out Your Light
6. Head Up Your Ass
7. Out Of Mind, Out Of Sight
8. Jesse James
9. The Phantom
10. Philosophy 101
11. Let´s Get Drunk & Screw
12. Life Sucks
13. How Can I Miss You
14. Bend Over
15. Voodoo Doll

Datum: 25.02.2008 - Autor Psychobimbo
Warum die Truppe um Nina C. Alice und Jim Voxx noch immer im Underground rumdümpeln mag verschiedene Gründe haben. Vielleicht weil die Rhythmussektion bei Skew Siskin immer ein etwas vakanter Posten war. Möglicherweise auch das sich zwischen den Top-Scheiben auch immer wieder Rohrkrepierer eingeschlichen haben. Zu ersterem darf das Debut und das bärenstarke „Album Of The Year“ gerechnet werden, zu weiterem das verwirrte „Electric Chair Music“ und das einschläfernde und uninspirierte aktuelle „Peace Breaker“.

Zwischendrin gibt es noch das unbeachtete und Motörhead alle Ehre machende „What The Hell“, welches ein ziemliches Mauerblümchendasein fristet und das obwohl es vom ersten Song an mit Vollgas abgeht.

„What The Hell“ rumpelt mit Krachern wie „Spend The Night With Me“, “Life´s A Bitch” oder dem herausragenden “Head Up Your Ass” tierisch wild und ungezügelt aus den Lautsprechern und spätestens bei der 70er Homage „Sex, Love, Dance, Music“ wird der Gang zum Bierkühlschrank Pflicht. Nina röhrt wie ein V8 Motor kurz vor der Explosion während Jogy und Crash das groovende Fundament bilden auf dem Jim seine derben Riffs aufbauen kann. „W.T.H.“ klopft nicht lieb an die Tür und fragt um Einlass, die Scheibe tritt das Tor ein, als ob ein tollwütiger Eber seiner Brunftigkeit freien lauf lässt.

Ohne um den heißen Brei herumzureden, „Album Of The Year“ (verflucht ist das Cover von „Jesse James“ gut) ist keinen Deut schwächer als die Motörhead Alben der 90er und mit denen haben Lemmy und Co. nicht wenig Boden wieder gut gemacht.

Warum das bei Skew Siskin nicht geklappt hat bleibt wohl ein Mysterium, obwohl es ja mit The Almighty noch einen zweiten Vertreter dieser Spezies gibt.

Besorgt euch die Scheibe, hört sie an und leistet Abbitte für euer jahrelanges Überhören. Eure erste Reaktion auf „What The Hell“ wird der Ausruf „What The Hell…?“ sein.





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