Sister Whiskey - Liquor and Poker

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1993

Label
Liquor and Poker

Besetzung
Dennis Lee Duncan vocals
Tyler Gentile guitar
Jack Aurora guitar
Rich Florio bass
Greg E. West drums

Tracklist
1. Simple Man
2. Can You Satisfy Me
3. Moonshine
4. Keep Waitin'
5. I'd Lie to Yu for Your Love
6. Excuse Me
7. Count Me In
8. Sleepin' Your Life Away
9. Ain't 'Bout Love
10. Edge of the Night
11. Cryin' Inside
12. Don't Cha Know Ya Need It
13. Open Your Heart

Datum: 07.04.2007 - Autor Jörg
So manchen Band entdeckt man erst in vielen Jahren nach erscheinen für sich. Bei Sister Whiskey waren es ja gerade mal 14 Jahre bis ich auf „Liquor and Poker“ aufmerksam wurde. Ist ja kaum Zeit hehe. Doch das Album hat sicher heute mehr Chancen als wie es 1993 bei mir gehabt hätte. Denn zu dieser Zeit, war man ja jung und wild, da konnte man mich mit Southernklänge noch über alle Berge jagen. Doch heute sieht die Lage anders aus. Die großen Bands des Southernrock haben sich in mein Herz gespielt und so haben auch Sister Whiskey ihre Zeit. Denn Southernrock mit einen gewissen Sleaze-Touch spielen die 5 Jungs. Ich will die Band jetzt nicht in die Sleaze-Ecke packen, denn dort werden schon viel zu viele Gruppen ohne Grund reingestopft. Gewisse Leute sollten mal überlegen was Sleazerock überhaupt ist.

Sister Whiskey atmen puren und rauen Südstaatenrock wie man ihn von Lynryd Skynryd, den Allman Brothers oder auch Blackfoot her kennt und liebt. Hinzu kommt eine gewisse Schnodderigkeit die man eben bei Sleazer wie den Quireboys, The Dogs D´Amour oder von mir aus auch The Black Crowes (Nein, die sind kein Sleaze, nicht das hier Gerüchte aufkommen) findet. Legt man die CD ein, wird man gleich von „Simple Man“ begrüßt. Es handelt sich aber keineswegs um einen Skynrydschen-Coversong, ein eigenes Gewächs von bester Qualität. Genau in diesem Galopp geht es weiter und mit „Moonshine“ dreht man richtig auf und setzt Härtemässig noch einen oben drauf. Dennis Lee Duncan hat eine schöne dreckige, aber nicht kreischige Stimme. Ein wenig Jackyl schwingt hier auch mit, dazu etwas Pop-Appeal wie es in etwa das erste Skid Row-Album hatte und fertig sind Sister Whiskey.

Produziert wurde das, leider einzige Album von Sister Band von einen gewissen Dana Sturm, den kennt man ja als Bassist von Slaughter. Mir fällt gerade ein, dass Sänger später noch zu einer Band namens Tattoo Rodeo gewechselt hatte, die ja ein wenig mehr in die Metal-Ecke gingen.

Je öfter ich „Liquor&Poker“ höre desto mehr kommt in mir der Gedanke auf, das ich es hier echt mit einem genialen und völlig verkanten und vergessenen Klassiker zu tun habe. Das Album ist in seiner Gesamtheit einfach toll und solche Lieder wie „Keep Waitin“ sind echte Perlen. So mag ich die Musik von damals noch mal gerne neu zu entdecken. Einfach nur toller Rock´n Roll ohne viel Gedöns. Mich kotzen die ganzen Schminktopf-Hanseln so langsam aber sicher gewaltig an. So wie bei Sister Whiskey muss es sein. Geile Gitarren und astreine Songs. Hier wurde sich Gedanken um die Musik und nicht um die Klamotten gemacht. Eine tolle Coverversion haben die Southern-Rock´n Roller auch noch mit aufs Album gepackt, vom ollen Frank Miller gibt es hier den Song „I´d lie to you form y love“ ist ein bombiger Ohrwurm.

Leute, tut euch selber einen Gefallen und sucht in den Second-Hand-Shops oder im Internet nach diesem tollen Album, ihr werdet es nicht bereuen.







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