Sinocence - Scar Obscura

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2010

Label
Rising Records

Besetzung
Gesang /Gitarre: Moro
Gitarre: Anto
Bass : Jim
Drums : R

Tracklist
1.Perfect Denial
2.Metalbox
3.God Complex
4.Ultraviolent
5.Art of Separation
6.Eviscerate
7.Rule As One
8.All New Revenge
9.Scar Obscura
10.Terminus

Datum: 17.06.2010 - Autor Frank
VÖ: 28.06.2010



Manchmal lässt man sich doch leicht beeinflussen. Ist das eigentlich eine Beeinflussung oder spielt einem nur die Psyche einen Streich, wenn man ein Albumcover sieht und aus irgendeinem Grund fühlt man sich an eine Situation und eine Band erinnert.

So ging es mir, als ich das Artwork zu „Scar Obscura“ gesehen habe. Die eigentlichen Motive ähneln sich nicht und trotzdem fühlte ich mich an ein Album vom Time Machine erinnert, welches mir damals sehr gut gefallen hat.

Also klickte ich mich kurz auf die MySpace Seite der Band und lauschte den Hörproben. Im ersten Moment fühlte ich mich an Volbeat erinnert ohne das Sinocence versuchten auf den rollenden Zug zu springen.

Wie gesagt, machnmal spielt einem die Psyche einen Streich und das zeigte sich bei „Scar Obscura“ sehr schnell. Die vermeintlichen „Volbeat“ Parallelen sind im Höchstfall bei den ersten beiden Songs zu finden. Aber je öfter ich „Perfect Denial“ und „Metalbox“ höre umso weniger finde ich die anfängliche Idee wieder.

Nach einem ruhigen akustischen Beginn geht es gleich thrashig in die Vollen. Bei „Perfect Denial“ noch eher gemäßigt, bei „Metalbox“ dann im vollen Umfang.

Bevor die Redaktion-Thrasher, die so langsam zu Redaktion-Thrash-Muffeln mutieren aufstöhnen, sei gesagt, dass die Nordiren nicht versuchen auf dem Retrozug aufzuspringen. Viel mehr versuchen sammeln sie ihre Inspirationen bei jüngeren Bands wie Bullet For My Valentine und teilweise bei etablierten Bands wie Machine Head. Bis zu „Ultraviolent“ hab ich an „Scar Obscura“ nichts auszusetzen. Das Album geht sofort rein. Die Songs haben die Aufhänger die für mich wichtig sind um Gefallen an einem Song zu finden, das kann ein Melodie Part sein, ein Chorus oder einfach nur die ICE Geschwindigkeit mit der „Ultraviolent“ abgeht.

Mit „Part of Seperation“ kommt dann der erste Song der die Gemeinde spalten wird. Der erste Schreck, dass es nun eine „Heul-die-Welt-ist-so-schlecht“ Nummer geben wird, wird zwar nach einiger Zeit durch derbe Blast Parts weggeschoben, aber ich kann mir schon vorstellen, dass der ein oder andere Betrug wittert oder Sinocence den Vorwurf macht auf Kohle aus zu sein und mit solchen Nummern doch den ein oder anderen Kommerzkäufer zu fangen. Vielleicht versucht die Band wirklich sich irgendwelchen Trends anzuschließen und wenn sie das machen. Dann machen sie es gut. Das Album hat zwar mal den ein oder anderen kleinen Hänger kann mich aber im Großen und Ganzen überzeugen. Die Jammerparts sind immer genau dann beendet, wenn man fast an der Stelle ankommt, wo es langweilig wird. Die Tempoparts enden an der Stelle, ab der man grad das Gefühl hat es kommt nichts Neues. Um das genau unter die Lupe zu nehmen, müsste ich den direkten Vergleich zum Debüt haben, von dem ich jedoch bislang nichts wusste.

Aber will man einen Silberling wirklich so sezieren? Reicht es nicht festzustellen, dass ein Album so wie es ist zu gefallen weiß.

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