Silentium - Amortean
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2009
Label
Dynamic Arts
Besetzung
Gesang: Riina Rinkinen
Gesang & Bass: Matti Aikio
Gitarre: Toni Lahtinen
Gitarre: Juha Lehtioksa
Keyboard: Sami Boman
Schlagzeug: Jari Ojala
Gesang & Bass: Matti Aikio
Gitarre: Toni Lahtinen
Gitarre: Juha Lehtioksa
Keyboard: Sami Boman
Schlagzeug: Jari Ojala
Tracklist
1. Leave The Fallen Behind
2. The Messenger
3. A Knife In The Back
4. The Fallen Ones With You Tonight
5. My Broken Angel
6. The Cradle Of Nameless
7. Storm Sight Solicitude
8. Embrace The Storm
9. La Fin Du Monde
2. The Messenger
3. A Knife In The Back
4. The Fallen Ones With You Tonight
5. My Broken Angel
6. The Cradle Of Nameless
7. Storm Sight Solicitude
8. Embrace The Storm
9. La Fin Du Monde
Datum: 17.02.2009 - Autor Claudio
Mir geht es bei Silentium so. Ich habe von der Band noch überhaupt nichts gehört und ihr Album “Amortean” gefällt mir richtig gut. Doch es ist kein Debüt, sondern der Output einer Band die schon seit 1996 durch die Szene geistert, nur von mir halt noch nicht entdeckt wurde, aber ich glaube, dass es nicht nur mir so geht.
Genug der Vorrede, wir sollten uns langsam mal über die Musik unterhalten und ich habe eine große Bitte. BITTE lasst euch nicht vom Opener “Leave The Fallen Behind” erschrecken, denn dort klingen die Finnen erschreckenderweise wie Nightwish. Nein sie klingen nicht ähnlich, sondern wie eine genaue Kopie. Ich war zuerst auch verschreckt und enttäuscht, doch glücklicherweise ist dieser eine absolute Ausnahme, wenn man von “The Cradle Of Nameless” ma absieht, denn der Song weckt auch Erinnerungen an die Tarja Turaluralu Phase der anderen Nordlichter. Im weiteren Verlauf des Albums beschränken sich die Vergleichsmöglichkeiten mit Nightwish auf zwei Tatsachen. Silentium sind auch aus dem Land der Tausend Seen, Finnland wer jetzt Fragezeichen auf der Stirn hat, und mit Riina Rinkinen ist die Gesangstelle auch mit einer Frau besetzt.
Im weitesten Sinne könnte man zwar sagen, dass man Silentium auch ins Gothic/Bombast Metal Genre stopfen könnte, doch neben allem Bombast, allen Orchestrationen, wir bei Silentium mehr wert auf die Komposition an sich gelegt. Anstatt sich in immer ausufernderen Orchesterparts zu verlieren, die Arrangements in den Wahnsinn zu treiben, steht ei Silentium immer der Song, die Atmosphäre im Vordergrund. Auch singt Riina nicht wie eine der typischen Jaulen, sondern sie singt. Ihre Stimme ist kein Sopran, sondern, ich kann mich auch irren, eher im Alt anzusiedeln. Songs wie “A Knife In The Back” oder “La Fin Du Mondé”, bei dem die Stimme, in die man sich bei diesen Songs wirklich verlieben kann, steht weit im Vordergrund und musikalisch stell sich eine Verträumtheit ein, die man normalerweise so nur im Prog Rock finden kann. Mich erinnert diese Stimmung sehr an die Norweger The 3rd And The Mortal, jedenfalls an ihr Debüt, und ich habe nicht mit solchen Gefühlen gerechnet, gerade wenn man bedenkt wie das Album beginnt. Ich höre schon wieder die Stimmen, die erzählen, dass weiblicher Gesang zumeist eh nur wirtschaftliches Kalkül wäre und diese Position auch von einem Mann hätte besetzt werden können. Diesen Heinis kann ich nu ein entsetztes NEIN entgegen schmettern, denn bei Silentium bemerkt man in jedem Ton, jeder Silbe, dass die Songs für die Stimme von Riina geschrieben wurde und auch nur mit ihr funktionieren. Außerdem würden die gelegentlichen Zwiegesänge zwischen Riina und Sänger/Bassist Matti Aikio bei einem man vielleicht ein wenig komisch klingen.
Wer bei dem Genuss von Musik gerne mal de Augen schließt und sich Träumen und Fantasien hingibt, der ist bei Silentium ganz gut aufgehoben. Wer sich an den ein, zwei Nighwish Ausrutschern nicht stört, der sollte sich “Amortean” unbedingt mal anhören. Auf alle Fälle sind Silentium ein Beweis dafür, dass man niemals sagen sollte, dass man alles kennt und alles bereits gehört hat.
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