Erscheinungsjahr
1993
Label
Roadrunner Records
Besetzung
Vocals, Bass & Programming: Tim Skold
Guitars & Programming: Harry Cody
Programming: Ulf "Cybersank" Sandquist
Tracklist
01. I'm A Gun
02. Come Down
03. Violent New Breed
04. Enemy In Me
05. Revolution
06. Monkey Needs
07. Rain
08. Jihad
09. Side F/X
10. Sex
11. Overkill
12. I Come In Peace
Datum: 30.05.2006 - Autor Vince
“Shotgun Messiah” haben Ende der 80er als Sleaze/Glam Metal Band jeden Club in L.A. zum kochen gebracht. Nachdem die Schweden ihren Namen „Kingpin“ in „Shotgun Messiah“ geändert haben, ging es steil nach oben und ihr gleichnamiges Debut, kam in den Staaten sogar in die Top 100 Album Charts. Am Gesang stand damals noch Kult Rocker „Zimmy J.Zan“ der heute mit dem „Zan Clan“ für Furore sorgt. „Zan“ wurde nach dem ersten Release gefeuert und „Tim Skold“ wechselte vom Bass zum Gesang. Die Stelle von „Skold“ am Bass übernahm „Bobby Lycon“ dessen Auftritt bei „Eine schrecklich nette Familie“ mit den „Guttercats“ für uns Sleazer natürlich sehr kultig und unvergessen ist. Die neue Formation veröffentlichte „Second Coming“ ein Album das zwar gute Kritiken bekam, aber nicht an den Erfolg des Debuts herankam. Mit der 1992 veröffentlichten EP „I Want more“ zeigte die Band bereits etwas moderne Tendenzen und das Sleaze Outfit tauschte man mit Surfer Klamotten. Die Biographie geht mit „Violent New Breed“ auch schon zu Ende, auf diesem Album zeigten sich „Tim Skold“ von einer ganz anderen Seite und setzten auf Drum Computer und Industrial Sounds. „Skold“, „Harry Cody“ und „Ulf Sandquist“ waren mit „Nine Inch Nails“ und „Ministry“ die Vorreiter der heutigen Industrial Szene. Es wundert als nicht wieso „Marilyn Manson“ sich als Ersatz von „Twiggy Ramirez“ eben genau diesen „Tim Skold“ ins Boot geholt hat. „Violent New Breed“ ist nicht grundschlecht, gewisse Sleaze Einflüsse kann man trotz den Industrial Beats durchaus noch heraushören, ein alter Fan von „Shotgun Messiah“ wird aber arg enttäuscht und somit muss ich nicht groß erklären das die Platte ein riesen Flop war. „Violent New Breed“ ist nicht nur ein Reinfall, es ist auch die bis Dato letzte Scheibe der Schweden. Ein paar nette Songs befinden sich aber trotzdem auf „Violent New Breed“ aber diese rocken nur für ganz aufgeschlossene. „Monkey Needs“ ist klasse, „Sex“ haut auch rein und der Opener „Im a Gun“ ist auch nicht von schlechten Eltern. Das Fazit ist schnell gezogen, für Sleaze Fans ist das Album ein Desaster, eine 3 Punkte Scheibe, für Industrial Fans ein wahrer Diamant. Gehe ich zu weit wenn ich sage, „Violent New Breed“ ist eins der unterbewertesten Scheiben aus diesem Genre? Ich denke nicht und denkt nicht ich hätte keine Ahnung von Industrial, Leute!! Die Frage die sich alle natürlich stellen ist, wieso haben die Schweden ihre Platte unter dem „Shotgun Messiah“ Namen veröffentlicht? Tja, genau aus diesem Grund gebe ich „Violent New Breed“ lediglich sechs Punkte, in Sachen Industrial hätte die Band durchaus 2-3 Points mehr verdient.