Seven Gates - The Good And The Evil

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
Rock it Up Records

Besetzung
Gesang: Federico Puleri
Gitarre: Marco Moroni
Gitarre: Tommaso Vitali
Bass: Simone Vermigli
Keyboard: Fabrizio Marnik
Schlagzeug: Lorenzo Innocent

Tracklist
1.Message To the Stars
2.Vengeance
3.I don't believe
4.The Dragon'kiss
5.Ride The Wild
6.Freedom
7.Cry Of Efestus
8.Honour And Pride
9.17
10.Burning Clouds
11.Dream Or Nightmare

Datum: 24.12.2009 - Autor Claudio
Italien, ein Land und Quell steter Freude. Wundervolle Autos, gutes Essen, schöne Frauen und wohl auch den größten Anteil an Helloween Liebhabern südlich von Hamburg. Seven Gates machen in diesem Punkte auch keine Ausgabe und schon bei den ersten Klängen von “The Good And The Evil” ist klar, welche Bands die Jungs gerne und oft gehört haben. Helloween, Hammerfall, ein bisschen Rhapsody Of Fire und noch manch andere europäische Power Metal Band dürfte bei den Italienern in den CD Playern rotieren. Eigentlich schon ein guter Grund um Seven Gates mit Anlauf in die niederen Punktzahlen zu knüppeln, aber Moment. Auch wenn all die Bands die ich genannt habe erkennbar sind, wirklich schlecht ist “The Good And The Evil” nicht.

Komischerweise macht es mir sogar wirklich Freude dem Album zu lauschen, woran liegt das nur? Vielleicht an der Tatsache, dass Seven Gates versuchen ihre eigene Note in die Musik einfließen zu lassen, was nicht unbedingt sofort auffällt, und sich durch diese, eigenen Ideen von einem Großteil der Kopisten abheben? Die Melodien auf dem Album klingen nicht zig Mal gehört und besonders die Keyboards, welche zwar en masse vorhanden sind, tönen nicht so schwülstig und kleistern auch nicht alles mit irgendwelchen süßlichen Melodien zu. Ihr Einsatz erinnert viel mehr an die Pretty Maids, auch wenn die Italiener schon eine Stufe flotter zu Werke gehen. Auch Sänger Federico Puleri spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, denn auch wenn er ziemlich hoch singt, ist er kein hodenloser Quietschboy, wie es bei europäischen Power Metal Bands so gerne der Fall ist.

Mit zunehmender Spielzeit wird “The Good And The Evil” zwar ein wenig eintönig, aber leider ist dies bei melodischen Power Metal Bands eigentlich auch immer der Fall, jedenfalls in den letzten Jahren. Man kann der Band keinen Strick aus dem Umstand drehen, dass diese Musikrichtung dermaßen überfrachtet und ausgelutscht wurde, so dass jüngere Bands immer durch ein Stahlbad laufen müssen, da sie als Mitläufer und dergleichen tituliert werden. Besonders, weil es einfach nicht mehr stimmt. Diese Musikrichtung liegt brach und es gibt nur wenige, sehr wenige Bands die noch wirklich qualitativ hochwertige Alben auf den Markt bringen. Trotz kleiner Schwächen im Songwriting und, natürlich, in der Eigenständigkeit, zählen Seven Gates definitiv zu diesen Bands.

Die True Metal Szene hat den melodischen Speedmetal, dass ich diese Bezeichnung noch einmal vollen erstes anwenden kann hätte ich auch nicht gedacht, noch nicht für sich entdeckt und bei so vielen Melodien werden die Kuttenträger wahrscheinlich auch ins Schlingern geraten. Trotzdem sollten sich Traditionalisten und besonders Freunde des europäischen Power Metals, war ich nie und werde ich wahrscheinlich auch nicht, den Namen Seven Gates mal auf ihre To-Do Liste setzen. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass die Mixtur aus den genretypischen Bands und einem Hauch Pretty Maids durchaus die Chance hat den ein oder anderen Fan hinter dem Ofen hervor zu locken. Als Anspieltipps gebe ich mal keine ab, denn bei diesem Album sollte der geneigte Hörer wirklich für sich selbst entscheiden. Auch wenn sie niemals einen Originalitätswettbewerb gewinnen werden, so haben sie mir doch gezeigt, dass es noch Bands gibt, die diese Musik spielen können und dabei Freude haben und bereiten.

Ach ja, es gibt noch eine Sonderedition von dem Album, wer darüber genaueres wissen möchte, muss sich einfach mal auf der Webseite der Band informieren.

Werbung




last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Soulfly


RANDOM REVIEWS