Erscheinungsjahr
2006
Label
Silversonic Records
Besetzung
Alle Instrumente: Russ Ballard
Tracklist
01. It´s my Life (Stand in my shoes)
02. Crazy World
03. In the Dark
04. When you sleep
05. Love works in strange ways
06. Like father like son
07. Is there anybody out there
08. I´m just not made for this world
09. Just like me
10. On to the next
11. This is not a love song
12. The road that has no turning
13. In my darkest hour
14. Book of love
15. In to the light
16. Wonderful world
Datum: 09.10.2006 - Autor Odette
Jeder der ansatzweise schon mal Rock-und Popmusik gehört hat, ist Russ Ballard ein Begriff oder hat bestimmt schon einen Song gehört. Der Künstler ist ein Genie. Russ Ballard ist vor allem als Songwriter in der Szene hochgeschätzt, so stammen bekannte Klassiker wie „Since You`ve Been Gone“ von Rainbow, „I Did It For Love“ von Night Ranger, „You Can Do Magic“ von America, „So You Win Again“ von Hot Chocolate und viele mehr aus seiner Feder. Doch auch als Solo Künstler war und ist Russ Ballard erfolgreich. In den 80er-Jahren feierte er mit „On The Rebound“ und „Voices“ von seinen Alben „Barnet Dogs“ und „Russ Ballard“ weltweit Chart-Erfolge. Sein Album „The Fire Still Burns“ von 1986 landete ebenfalls in den Hitparaden. Russ Ballards Songs werden bis heute im Radio gespielt und in Fachkreisen zieht jeder den Hut vor dem Mann mit der Sonnenbrille. Die Anfänge von Russ Karriere liegen in den 60er Jahren. Bereits mit 13 machte er als Songwriter von sich reden und schrieb für die Band The Shadows das Lied „The Lost City“. Der damalige Shadows-Sänger Harry Webb machte übrigends wenig später unter dem Künstlernamen Cliff Richard Welt-Karriere. Als Gründungsmitglied der Gruppen The Zombies und Argent bewies er schon früher ein goldenes Händchen für Hits. Das beste Beispiel hierfür ist der Argent Song „God Gave Rock´n Roll To You“, den die Rockband Kiss Anfang der 90er Jahre wieder aufbereitete und damit einen Welterfolg landete. Anfang der Siebziger stieg Russ Ballard bei Argent aus und startete seine Solo-Karriere, doch blieb er weiterhin als Hit-Schreiber, Produzent und teilweise als Gastmusiker für seine Kollegen tätig. Hier fallen Namen wie Roger Daltrey und Leo Sayer, und Erfolgskompositionen wie „New York Groove“ von Hello oder „I Know There´s Something Going On“ von Abba´s Anna-Fried. Die Aufzählung von Russ Songs, Chartnotierungen und Tätigkeiten könnte noch viele Seiten füllen, schließlich hat der smarte Künstler in seiner langen Karriere mehr Lieder geschrieben als McCartney/Lennon und Jagger/Richards zusammen. In den letzten Jahren ist es vordergründig etwas stiller geworden um den begnadeten Briten. Er zog sich aus dem Business zurück und gab das Touren auf, um sich um Familie und Kinder zu kümmern. Trotzdem schrieb er für andere Künstler nach wie vor weiter. Doch schließlich treibt es auch einen eher scheuen Künstler wie Russ Ballard wieder auf die Bretter, die die Welt bedeuten. „Book Of Love“ ist der Titel seines neuesten Werkes, auf dem sich „die graue Eminenz der Rockmusik“ ein weiteres Mal als Solokünstler präsentiert. Das Album handelt von tiefgründigen Texten, in denen er z.B. auch die Trennung von seiner Frau verarbeitet und hat mehr Gewicht für Russ Ballard als die gewohnt eingängigen, fantastischen Melodien, die wir von ihm kennen. Leider kann ich persönlich nichts mit den Songs anfangen, da ich selbst auf eine ganz andere Musikrichtung stehe. Mein Urteil fällt somit eher flach aus. Trotzdem kann ich behaupten für einen der auf Rock oder Popmusik steht, ist das Album eine Bereicherung. Hier bekommen wir eher ruhigere Klänge zu hören, ab und an etwas stärkere Klänge jedoch keine Heavy Metal Musik. Hier muss man schon hinter die Texte sehen und sie auch verstehen. Songs wie „In The Dark“ und „Love Works in Strange Ways“ kann ich zwar anhören, aber richtig anfangen kann ich nichts mit dem Album, weil es einfach zu ruhig und eintönig ist. Wer Russ Ballard mag, auf Rock-und Popmusik wie Bruce Springsteen steht sollte sich das Album mal anhören, andere lieber Finger weg.