Rush - Power Windows
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1985
Label
Polygram Records
Besetzung
Vocals, Bass : Geddy Lee
Guitars : Alex Lifeson
Drums : Neal Peart
Guitars : Alex Lifeson
Drums : Neal Peart
Tracklist
1. The Big Money
2. Grand Designs
3. Manhatten Project
4. Marathon
5. Territories
6. Middletown Dreams
7. Emotion Detector
8. Mystic Rhythms
2. Grand Designs
3. Manhatten Project
4. Marathon
5. Territories
6. Middletown Dreams
7. Emotion Detector
8. Mystic Rhythms
Datum: 07.05.2006 - Autor Rene
Zuerst muss ich mal sagen dass die man einer Band die so lange durchhält, schon mal mit großem Respekt gegenüberstehen sollte, egal ob man jetzt die Musik mag oder nicht. Hierbei handelt es sich bestimmt nicht um ein paar laue Eintagsfliegen, sondern um eine Band die über 30 Jahre ihr Ding durchgezogen hat und nie den ganz großen kommerziellen Durchbruch geschafft hat. Deshalb sag ich schon mal Bravo, Daumen Hoch, Applaus, etc...
Ich hab mir mal das 1985er Album "Power Windows" ausgesucht. Weshalb ? Ganz einfach weil es im Secondhand Laden für lumpige 9 Fränkli zu erwerben war. Außerdem fand ich das Cover besonders komisch. Und vielleicht auch weil ich die Aussage nicht verstanden habe. Glaubt mir, ich habe lange darüber gerätselt. In einem kahlen Zimmer mit Holzboden und 3 Fernsehapparaten sitzt ein blonder pubertierender Junge auf einem Stuhl und bedient mit einer Fernsteuerung ... das Fenster! - Soll das etwa heißen dass was in der realen Welt geschieht viel spannender ist als was sich im TV abspielt? Falls jemand weiß was der Künstler damit aussagen wollte kann mir ja mal ein Mail schreiben. Ach ja, auf dem Back-Cover sieht man denselben Jungen in ein Fernglas glotzen. Kommen wir endlich zur Musik sprechen. Ich kann euch sagen, das Album ist gefüllt mit feinstem Prog Rock, sehr vielen Keyboards die aber nicht zur Flitzefinger Demonstration dient sondern zur himmlischen Atmosphäre des Albums beiträgt. Jeder Song ist ein Kunstwerk, mit traumhaft schönen Melodien verfeinert, coolen Gitarrenriffs und Solos. Ein Party-Mitgröhl Song sucht man hier vergebens. So stelle ich es vor im Himmelreich berieselt zu werden wenn mich der Papst oder sein Stellvertreter Petrus dort mal reinlassen. Aber da die Chancen dazu ziemlich schlecht stehen, muss ich halt noch so viel Rush hören wie möglich auf dieser grausamen Welt. Denn die Stimme von Geddy Lee könnte die eines Engels sein. Der hat in seinem Leben bestimmt noch nie an einem Glimmstängel gesaugt und "Jägermeister" ist für Ihn wahrscheinlich auch ein Fremdwort. Er ist sozusagen das totale Gegenstück von Motörhead's Lemmy, der zufälligerweise auch noch den Bass bedient. Aber die schreckliche Föhnfrisur im Bild der Coverinnenseite sieht nach heutigen Modestandards schon etwas dämlich aus.
Also wenn ich mir das Album anhöre weiß ich woher "Dream Theater" ihre Inspiration her haben. Denn was die Burschen vor kurzem auf Tonträger brannten, beherrschten Rush bereits etliche Jahrzehnte früher. Power Windows ist kein einfaches Album, der Sound ist typisch 80er Jahre, und es braucht seine Zeit, aber die Songs sind allesamt von höchstem Niveau. Rockmusik für Akademiker mögen jetzt böse Zungen spotten, aber ich bitte euch liebe Leser, macht euch selber ein Bild von dieser einmaligen Band.





