Riot - Through the Storm

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2002

Label
Z (Japan)

Besetzung
Gesang: Mike DiMeo
Gitarre/Keyboard:Mark Reale
Gitarre: Mike Flyntz
Bass: Pete Perez
Schlagzeug:Bobby Rondinelli

Tracklist
1.Turn the Tables
2.Lost inside the World
3.Chains (Revolting)
4.Through the Storm
5.Let it Show
6.Burn the Sun
7.To my Head
8.Essential Enemies
9.Somebody
10.Only you can rock me
11.Isle of Shadows
12.Here comes the Sun

Datum: 16.07.2006 - Autor Jörg
Die New Yorker Riot waren noch nie vom Glück verfolgt und auch nach dem eher schwachen, in meinen Augen, Album von 1999 (Sons of Society), sah es wieder mal nicht al zu rosig aus. „Through the Storm“ wurde schon länger angekündigt, doch es dauerte immerhin noch bis 2002 bis sich die Fans auf das nächste Riot-Album stürzen konnten. Die Band hat einen unumstößlichen Kult-Bonus, welchen sie sich in den 80ger und auch späten 70gern erspielt hatte, doch das war ja eine komplett andere Band. Von dem speedigen US-Metal ist ja schon seit Jahren nicht mehr viel über und die Wandlung hin zu einer eher erdigen Hardrock-Band steht Riot doch gar nicht mal so schlecht. Sänger Mike DiMeo wird zwar immer von den Die-Hard-Fans kritisiert, das er mit den Eier-Kneifer-Vocals seiner 80ger-Vorgänger nicht so klar käme, doch der Mann hat ein fantastisches Organ.

„Through the Storm“ hat wieder einiges an Boden wettgemacht, was sich Riot mit ihren Vorgänger bei mir verspielt haben und rockt wieder lecker daher. Allerdings kommen sie auch nicht an die Göttergabe "Inishmore" heran, das wird ihnen auch nicht mehr gelingen, glaub ich zumindest.

Die Band hat eigentlich alles um Metal wie Hardrock-Fans gleichermaßen zu begeistern, doch irgendwie interessiert sich kaum ein Schwein für die Band. Riot werden überall mit Lob und guter Kritik überhäuft, doch davon kann man sich ja bekanntlich keine Tüte Milch von kaufen.

Möglicherweise fehlt der Band etwas die Massenkompatibilität oder die Leute sind einfach nur taub. „Turn the Tables“ eröffnet in typisch, kerniger, Ur-britischer Hardrock-Manier und man denkt zurück an Zeiten wo Bands wie Rainbow oder Ufo zum guten Ton gehörten und die Leute in Verzückung versetzen. Von ihren Helden Ufo covern Riot hier übrigens „Onyl you can Rock me“ und der Song klingt fast so frisch wie nach der Veröffentlichung als der Schenker Michel noch bei dem britischen Flugobjekt war. Mit dem Titelsong haben Riot hier eindeutig den Höhepunkt des Albums geschaffen und der Refrain ist genial und lässt mich sehnsüchtig an das "Inishmore"-Album denken. Mit "Here comes the Sun" verneigen sich Riot noch mal in Form eines Coversongs vor John Lennon, Paul McCartney und den anderen beiden Beatles.

Das übliche Hick-Hack im Line-Up blieb Riot auch diesmal nicht erspart, der langjährige Drummer Bobby Jarzombeck schloss sich anderen Bands (u.a. Halford) an und er wurde durch den ehemaligen Rainbow-Drummer Bobby Rondinelli ersetzt. Insider wissen ja das Bobby und Sänger Mike noch zusammen bei der Southern-Blues-Rock-Band The Lizards spielen und so war eine Lösung schnell gefunden.

Bleibt mir am Ende noch zu sagen das „Through the Storm“ eben ein typisches, gutes Riot-Album ist, was die Supporter der Band zufrieden stellen muss. Aber ist es möglicherweise das „typische Riot“-Artige was die Band so hemmt?







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