Richie Kotzen - Live In Sao Paulo

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang und Gitarre – Richie Kotzen
Bass – Johnny Griparic
Schlagzeug – Dan Potruch

Tracklist
1. Socialite
2. High
3. Remember
4. Fooled Again
5. Faith
6. So Cold
7. A Love Divine
8. Shapes Of Things
9. Doin´ What The Devil Says To Do
10. I´m Losing You
11. Mother Head´s Family Reunion
12. Stand

Datum: 23.06.2008 - Autor Psychobimbo
Zeit ist es langsam mal geworden für ein Live Scheibe aus dem Hause des Wunderknaben Richie Kotzen. Zumal er einer der Gitarrenvirtuosen ist, welcher auf seinen Soloalben (die Zeiten mit Mr. Big und Poison sind mittlerweile passe) stets den Song und nicht irgendwelche technischen Kapriolen regieren lässt.

Auf der 2007er Tour hat er in Begleitung seiner Sidekicks Johnny Griparic am Bass und Dan Potruch an den Kesseln ein effektives, flüssiges und in sich stimmiges Livewerk mitschneiden lassen, welches perfekt ausdrückt das der schöne Richie auf der Bühne sogar noch mehr aufblüht als im Studio. „Socialite“, „High“ oder „Faith“ zählen schon auf den Studioscheiben zu den absoluten Überfliegern aber live, vor einem frenetischem Publikum abgefeiert, kristalisieren sich die Lieder zum reinsten Ohrenbalsam.

Freude bereitet vor allem das Kotzen es schafft seine Fingerfertigkeiten im Highspeedbereich mit souligem, schwarzen Rock zu verbinden als wäre es das natürlichste der Welt. Liedgut wie auch die Stimme erinnert streckenweise wirklich frapierend an einen gewissen Lenny Kravitz als der noch gut war.

In erster Linie ist Richie ein Gitarrist der Sonderklasse, daran gibt es nichts zu rütteln. Das er sich jedoch nicht allein darauf beschränkt das Publikum mit Griffbrettonanie zu langweilen, sondern auch für Nichtmusiker attraktive sein möchte unterscheidet ihn vom Großteil seiner Kollegen.

Ganz uneitel überlässt er seinen Mitmusikern genügend Platz zum atmen und versteht es hervorragend auch mal etwas nicht zu spielen wenn es dem Song gut tut. Welcher Guitarhero kann das schon von sich behauten?

Wer auf fantastisches Gitarrenspiel, Black Music meets Hardrock und anspruchsvolle Unterhaltung liebt sollte sich das aktuelle Album von dem am schwärzesten klingenden Weißen der „jüngeren“ Generation besorgen. Auch wenn der Meister himself mittlerweile mitbekommen hat das er in der alten Welt Anhänger und Fans hat, so bietet „Live In Sao Paulo“ nicht nur südamerikanisches Feeling sondern eine wohlklingende Notalternative zum Besuch eines seiner Konzerte.







last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Born From Pain


RANDOM REVIEWS