Rhino Bucket - Pain

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1994

Label
Moonstone Records

Besetzung
Georg Dolivo - Vocals, Guitar
Greg Fields - Lead Guitar
Reeve Downes - Bass
Simon Wright - Drums

Tracklist
1.Pain
2.I Stand Before You
3.Too Much Talk
4.Blow By Blow
5.Mad Maggie
6.Bird On A Wire
7.What´d You Expect
8.I Was Told
9.The Hard Grind
10.World Gone Mad

Datum: 12.06.2006 - Autor Psychobimbo
Das letzte Rhino Bucket Album vor dem Split kann tatsächlich mit einigen Neuerungen aufwarten auch wenn es witzigerweise keine wirklich erwähnenswerten sind. Oder hat jemand erwartet dass die Jungs auf ihrem 94er Album etwas anderes als AC/DC und Bon Scott Beeinflusstes veröffentlichen? Der größte Unterschied zu den beiden gutklassischen Vorgängern ist die Geschwindigkeitsdrosselung was dem Songmaterial aber einen etwas härteren und aggressiveren Touch gibt. Soll heißen dass das Material nicht mehr dazu verführt sich ne Bierdose zu öffnen. Diesmal wird dem Teil der Kopf abgebissen. Noch immer erinnert Dolivos Stimme an die des verstorbenen AC/DC Mainmannes wären die Gitarren dem Heavyblues der Youngbrüder wie ein Haar dem Anderen gleichen.

So weit so gut aber was sie den australischen Stromgitarrenmeistern noch einen Schritt näher rücken lässt ist die Beteiligung von Simon Wright an den Drums und der hat schließlich auch auf einigen Alben der Originale die Felle gegerbt. Nummern wie das ultracoole "Blow By Blow" oder der Ohrwurm "I Was Told" bleiben schon nach dem ersten Mal hören im Ohr hängen und mausern sich zu richtigen Partyhymnen. Sofern man unter Party was anderes versteht als einen schwulen Sektempfang. Ein Album von Männern für Männer. Schwitzig, alkoholisiert und ungewaschen. Rock ´n´ Roll eben wie ihn in den Früh- bis Mitt-Neuziger kaum mehr jemand erfolgreich verkaufen konnte. Und genau diesem Umstand ist die Band auch zum Opfer gefallen denn auch wenn die Rhinotaschen einen Eddie Vedder musikalisch zum Frühstück verspeisen so konnte man mit riffigem und angebluesten Hardrock keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Über 10 Jahre später herrscht wieder ein Bedarf an erdig produzierten Hardrock mit Mitgröhlcharm und schmutziger Unterwäschen Ästhetik. Insofern stellt die Scheibe heute ein Kleinod dar was zwar nicht mehr billig und leicht zu beschaffen ist aber einem den Abend ähnlich versüßt wie eine Nutte mit ´nem Kasten Bier.







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