Erscheinungsjahr
2006
Label
SPV
Besetzung
Vocals: Fabio Lione
Guitars: Luca Turilli
Bass: Patrice Guers
Drums: Alex Holzwarth
Keyboards: Alex Staropli
Tracklist
1. Dar-Kunor
I. Echoes From The Elvish Woods
II. Fear Of The Dungeons
2. Triumph Or Agony
3. Heart Of The Darklands
4. Old Age Of Wonders
5. The Myth Of The Holy Sword
6. Il Canto Del Vento
7. Silent Dream
8. Bloody Red Dungeons
9. Son Of Pain
10. The Mystic Prophecy Of The Demonknight
I. A New Saga Begins
II. Through The Portals Of Agony
III. The Black Order
IV. Nekron`s Bloody Rhymes
V. Escape From Horror
11. Dark Reign Of Fire
I. Winter Dawn`s Theme
Datum: 19.09.2006 - Autor Vince
Aus rechtlichen Gründen mussten sich die Italos von “Rhapsody”, bekanntlich in „Rhapsody of Fire“ umbenennen. Bandboss „Luca Turilli“ und seine Ritter der Tafelrunde, legen mit „Triumph or Agony“ bereits ihr sechstes Album aufs Silbertablett. Das einzig Neue auf dieser Platte ist eigentlich nur der Bandname, wiederum gibt es von den Italienern jede Menge „Hollywood Symphonic Epic Metal“ mit Melodien, Chören und Violinen zum abwinken. Nun, ein „Rhapsody of Fire“ Fan möchte sicherlich auch keinen Stilwechsel, dass verstehe ich absolut. Ich persönlich fand ihren Sound bei den ersten beiden Scheiben noch äusserst innovativ und ich war ohne Zweifel sehr beeindruckt. Wenn man so einen Stil spielt wie der von „Rhapsody of Fire“ dann endet dies unweigerlich im Sound Nirvana, mit der Zeit hört sich alles sehr ähnlich an und wiederholt sich. Erst habe ich „Triumph of Agony“ nach 10 Minuten wieder aus meinem Player geschmissen, da mir dieser Theater Firlefanz total auf den Sack ging. Nun habe ich mir aber die Zeit genommen um mir „Triumph or Agony“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer auf Symphonic Metal steht, der wird sich hier bestimmt über ein 70 Kopf grosses Orchester freuen, der Aufwand der hier betrieben wurde, ist wirklich beachtlich. So bittet wiederum „Saruman“ Darsteller „Christopher Lee“ zum Tanz und dieses Mal hat er sogar noch seine Tochter im Gepäck. Auch wenn man „Rhapsody of Fire“ nicht mag, das Ambiente der Alben ist wirklich genial und sie schaffen es jedes Mal, den Sound noch eindrücklicher zu gestalten. Natürlich gibt es wieder mächtig viele Fantasy Abendteuer zu bestehen und so können sich Lyric Fans auf tolle Geschichten freuen. Die Songs sind wie immer überaus protzig ausgefallen, mit „The Mystic Prophecy of the Demon Knight“ gibt es sogar einen 16 Minuten langen Epic Knüller, bei dem sogar mir der Neid im Halse stecken bleibt. Des Weiteren liefern uns die Italos jede Menge Bombast, der Titeltrack „Triumpf or Agony“ ist ein typischer Power Metal Song mit einer ausgeprägten Melodie und diversen Chören. Davon gibt es hier jede Menge, „Heart of the Darklands“ zum Beispiel oder „The Myth of the Holy Sword“. Balladen dürfen natürlich nie fehlen und so hat man mit „Old Age of Wonders“ eine besonders romantische auf Lager. Nun, auch wenn ich bei dieser Band immer sehr skeptisch bin, schaffen sie es dennoch fast immer, mich in ihren Bann zu ziehen und das ist auch auf „Triumph or Agony“ nicht anders, auch wenn nur für kurze Zeit. „Rhapsody of Fire“ machen Musik für ihre Fans und das respektiere ich, man darf einfach nichts Neues erwarten. Wer auf Hollywood Symphonic Epic Metal steht, der kommt hier voll auf seine Kosten, alles anderen empfähle ich das neue Album von „Krokus“!